Klimaschützer wollen nächste Straße in Karlsruhe autofrei machen

Radfahrer demonstrieren für bessere Radwege.
Symbolbild © istockphoto/Michael Derrer Fuchs

In Karlsruhe wollen Klimaschützer die nächste Straße autofrei machen. Dafür werden derzeit im Internet Stimmen gesammelt.

Pflanzen und Spielgeräte an der längsten Fahrradstraße in Karlsruhe – das stellen sich die Aktivisten vor. Momentan dürfen hier aber noch Autos parken. Klimaschützer wollen die Straße nun jedoch komplett autofrei machen und damit in der Stadt etwas bewegen. Doch für diesen Umbruch braucht es die notwendige Zustimmung der Bevölkerung und der Politik.

Diese Straße in Karlsruhe soll autofrei werden

In der Sophienstraße am Karlsruher Karlstor tut sich etwas. Insbesondere in Hinsicht des Verkehrs ist das aber zu viel für die Klimaschützer. Sie wollen die Sophienstraße jetzt ganz für den Autoverkehr sperren. Sie soll zur Fahrradstraße werden. Dafür sammelt die Gruppe „Fridays for Future“ im Internet Stimmen. Lediglich Menschen mit Handicap sowie Versorgungs- und Einsatzfahrzeuge sollen die Sophienstraße in Zukunft weiterhin befahren dürfen. Für alle anderen Autos soll Schluss sein, wenn es nach den Klimaschützern geht. Zum Teil prallen hier aber verschiedene Welten aufeinander. Während die einen den Verzicht auf Autos begrüßen, befürchten andere, dass rasende Radfahrer ihren Platz einnehmen könnten.

Petition gestartet: Autofreie Sophienstraße

Nur durch Änderungen wie diese kann die Stadt nach Ansicht der Gruppe „Fridays for Future“ eine echte Verkehrswende in Karlsruhe einleiten. Geht es nach ihren Vorstellungen, soll die Sophienstraße schon zum Schuljahr 2023/24 zur neuen Fahrradstraße werden. Die aktuelle Petition für die autofreie Straße hat bisher um die 1.900 Unterstützer im Netz gefunden. Schon jetzt gehört Karlsruhe zu den fahrradfreundlichsten Großstädten in Deutschland. Gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club und dem Verkehrsclub Deutschland setzen sich die Klimaschützer dafür ein, dass weitere Straßen in Karlsruhe autofrei werden.

Dabei soll für die Anwohner eine Lösung gefunden werden, ebenso für die Geschäfte, die für die Sophienstraße und das Leben dort sehr wichtig sind. Nach Meinung der Initiatoren der Petition für eine autofreie Sophienstraße nehmen die parkenden Autos momentan jedoch viel zu viel Platz weg. Sie behindern den klimafreundlichen Umbau der Straße und der ganzen Stadt. Besser wären eine Bepflanzung und zusätzliche Grünflächen sowie Spiel- und Sportflächen für Kinder. So würde der öffentliche Raum der Großstadt auch zu einem Ort der Begegnung.