Komplette Führungsriege steht beim Karlsruher SC vor dem Aus

KSC Logo vor dem Stadion.
ARCHIV - Foto: Uli Deck/dpa

Zuerst die gute Nachricht: Der KSC hat endlich wieder ein Spiel gewonnen und sich souverän präsentiert. Doch intern spitzt sich die Krise zu, denn die komplette Führungsriege des Karlsruher SC steht vor dem Aus.

Am 4. Dezember findet die neue Mitgliederversammlung statt. Dabei steht die komplette Führungsriege des Karlsruher SC vor dem Aus. Gegen vier der Entscheidungsträger soll bereits ein Abwahlantrag gestellt worden sein. Darunter ist auch der aktuelle KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze. Bis Freitag können noch neue Anträge gestellt werden. Dann läuft die Frist ab. Alle Anträge, die bis Mitternacht eingehen, werden voraussichtlich geprüft und bearbeitet, heißt es von offizieller Seite.

Führungsriege steht beim Karlsruher SC vor dem Aus

Mit anderen Worten: Es droht eine Eskalation auf der Mitgliederversammlung und offenbar steht die Führungsriege des Karlsruher SC vor dem Aus. Über die Abwahlanträge ist bisher wenig durchgesickert. Sie nehmen nur einen Tagesordnungspunkt der Versammlung ein. Der Vizepräsident Martin Müller soll kürzlich Interna öffentlich verbreitet haben. Damit habe er wohl Mitglieder des Gremiums diskreditiert, was unhaltbar ist.

Mehrere Abfallanträge gestellt

Mit dem zweiten Abwahlantrag möchte man wohl den amtierenden Präsidenten Holger Siegmund-Schultze sowie seine amtierenden Beiräte Thomas H. Hock und Christian Fischer aus dem Vorstand entfernen. Den dreien wird vorgeworfen, dem Verein einen hohen wirtschaftlichen Schaden zugefügt zu haben. Zudem besteht der Verdacht der Untreue. Es bleibt abzuwarten, ob diesem Antrag überhaupt stattgegeben wird, da es bestimmte Statuten gibt, die er wohl nicht erfüllt.

KSC-Präsident und Beiräte in Kritik geraten

Ein dritter Antrag, der bereits vorliegt, scheint die Voraussetzungen zu erfüllen. In diesem Antrag wird die individuelle Abberufung des Präsidenten Siegmund-Schultze beantragt. Dieser Antrag sieht auch die Abberufung seiner Beiräte vor. Nach offiziellen Angaben sollen sich insgesamt vierzig Mitglieder diesem Antrag angeschlossen haben.

Was bleibt, ist ein sehr flaues Gefühl im Magen bei vielen Vorstandsmitgliedern vor der nächsten Sitzung. Wenn jetzt die Führungsriege des Karlsruher SC vor dem Aus steht und sich hier ein Umbruch abzeichnet, bedeutet das wohl wiederholt Unruhe im Verein.