Nach 30 Jahren: Traditionsladen verschwindet aus Karlsruher Innenstadt

Straßenbahnen in der Karlsruher Innenstadt
Symbolbild © Thomas Riedel

Vollkommen überraschend verschwindet ein Traditionsladen aus der Karlsruher Innenstadt. Nach 30 Jahren ist Schluss. Die Kunden sind geschockt.

Wenn ein alteingesessenes Geschäft schließen muss, ist das für Inhaber und Mitarbeiter gleichermaßen traurig. So verschwindet nach dreißig Jahren auch dieser Traditionsladen aus der Karlsruher Innenstadt. Das sind die Hintergründe.

Traditionsladen verschwindet aus der Karlsruher Innenstadt

Viele Passanten, die in diesen Tagen an dem Traditionsladen in der Karlsruher Innenstadt vorbeikommen, trauen ihren Augen kaum. Doch an der Schaufensterscheibe in der Erbprinzenstraße kleben große Aufkleber, die auf einen Räumungsverkauf hinweisen. Tatsächlich verabschiedet sich dieser Laden aus der Stadt. Bis zuletzt war das Geschäft inhabergeführt und hat der Ecke in der Innenstadt ein Gesicht gegeben. Doch nun ist Schluss für Chef Volker Krebs.

Der Ladenbesitzer zieht die Konsequenzen, nachdem die Mietpreise seiner Meinung nach exorbitante Höhen erreicht haben. Ein Jahr lang habe er überlegt, ob er sein Geschäft wirklich aufgeben soll. Doch nun konzentriert er sich auf einen anderen Standort, den er nach wie vor in der Nähe des Durlacher Ortseingangs betreibt. Das Traditionshaus verschwindet damit nach dreißig Jahren aus der Karlsruher Innenstadt.

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Schlussverkauf mit satten Rabatten bis 23. April

Die Rede ist vom „Grünen Krebs“, einem Möbel- und Einrichtungshaus. In den letzten Jahren hat sich Volker Krebs in diesem Geschäft immer mehr auf die Inneneinrichtung konzentriert. Doch nun ist zumindest an dieser Stelle in Karlsruhe Schluss. Immerhin: Die Mitarbeiter werden nicht auf die Straße gesetzt, sondern übernommen. Noch bis zum 23. April haben die Kunden die Möglichkeit, beim Ausverkauf in der Karlsruher Erbprinzenstraße das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Innerhalb weniger Tage will Volker Krebs nämlich mit hohen Rabatten die Verkaufsflächen möglichst leer räumen.

Zum letzten Mal öffnet der „Grüne Krebs“ am 23. April zum verkaufsoffenen Sonntag. Er gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, gibt der Unternehmer zu, aber viele Stammkunden werden auch weiterhin zu ihm nach Durlach kommen.