Nach dem hohen Besuch: Menschen protestieren in Karlsruhe

Menschen protestieren mit Straßensperre
Symbolbild © istockphoto/hanohiki

Während am KIT hoher Ministerbesuch angesagt war, protestierten die Menschen in Karlsruhe. Und das aus gutem Grund.

Während im großen Hörsaal der Festakt stattfand, positionierten sich die Karlsruher zum Protest. Sie wollten sich Gehör verschaffen.

Meilenstein für Forschung und Lehre

Vor 17 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des KIT. Damals ging es darum, Forschung und Lehre Hand in Hand gehen zu lassen. Auch wenn die Welt damals ganz anders aussah und die bürokratischen Hürden hoch waren, ist dieser Schritt gelungen. Zu diesem feierlichen Anlass kam Bettina Stark-Watzinger von der FDP an das Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT. Der erste Baustein war bereits 2009 auf den Weg gebracht worden und sollte heute nach langer Zeit endlich zum Abschluss kommen.

Neues Gesetz macht den Weg frei

Möglich wurde diese Verbindung von Universität und Forschung durch das zweite Kapitel des Wissenschaftsausbaugesetzes. Es tritt am 1. Januar 2023 in Kraft. Es ist also erst wenige Tage alt, aber nur noch Formsache. Damit ist der Weg frei für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Professoren können nun problemlos in einer großen Forschungseinrichtung arbeiten und studieren und haben gleichzeitig die Möglichkeit, Praxis und Theorie kennenzulernen. Gleichzeitig profitiert die gesamte Wissenschaft von diesem Gesetz und diesem großen Schritt. Es erleichtert schon kleine Dinge, wie zum Beispiel die Ausschreibung von Professuren. Mit einem Arbeitsvertrag können die Forscher weiter forschen und müssen nicht mehr die üblichen bürokratischen Hürden nehmen.

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Bundesweit ist die Exzellenzuniversität mit knapp 10.000 Beschäftigten und mehr als 22.000 Studierenden die erste, die diese Grenzen durchbricht. Auch bei der barrierefreien Gestaltung von Lehrmaterialien sollen die Hochschulen beraten werden. Ein neues Konzept dazu wird dem Ministerium gegen 2019 vorgelegt. Doch die Feierstimmung wurde getrübt, denn am Rande der Veranstaltung protestierten auch Studenten.

Jugendliche protestieren in Karlsruhe

Wenn die Minister schon einmal in Karlsruhe vorbeischauen, lassen es sich einige Studenten nicht nehmen, für ihre Rechte und die versprochene Förderung zu demonstrieren. Sie postierten sich vor dem Hörsaal, in dem gerade ein Festakt stattfand. Dabei ging es vor allem um die Lebenswirklichkeit der Studierenden und die Probleme, ein Studium zu finanzieren. Gleichzeitig machten die jungen Leute ihrer Enttäuschung über die Politik Luft. Denn der zuletzt versprochene Zuschuss, den es schon im Dezember geben sollte, hätten die Studierenden bis heute nicht erhalten.