Nach vielen Jahren: Eisbär kehrt in den Karlsruher Zoo zurück

Ein Eisbär schaut aus dem Wasser heraus und stützt sich auf einen Eisblock
Symbolbild © istockphoto/dizainera

Nach einigen Jahren kehrt ein Eisbär in den Karlsruher Zoo zurück. Doch etwas Grundlegendes hat sich geändert.

Er ist wieder da! Gemeinsam haben Tierärzte und Pfleger einen alten Bekannten im Karlsruher Zoo begrüßt. Eisbär Kap hat die Reise von Hamburg nach Karlsruhe gut überstanden.

Eisbär zurück im Karlsruher Zoo

Endlich ist der Eisbär zurück im Karlsruher Zoo. Kap heißt das Tier, das gegen 19:30 Uhr am Mittwochabend in seine Heimat zurückgekehrt ist. Alle waren gespannt auf seine Ankunft und fragten sich, ob sich der Eisbär wohl verändert haben würde. Denn drei Jahre lang lebte Eisbär Kap im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Die Fahrt war lang, denn der Transporter verließ Hamburg um 9 Uhr morgens.

Man hofft nun, dass Kap in Karlsruhe endlich wieder für Nachwuchs sorgt. Allerdings hat sich etwas Grundlegendes geändert, denn Eisbärweibchen Charlotte, das ebenfalls im Karlsruher Zoo lebt, kommt wohl nicht für den gemeinsamen Nachwuchs infrage. Grund dafür sei, dass Kap aus einer genetisch sehr wertvollen Linie stamme. Für die Erhaltungszucht sei dieser Bär sehr wichtig, so die Leitung des Karlsruher Zoos. Charlotte soll aber keine kleinen Eisbären bekommen. Sie ist für die Zucht nicht geeignet. Deshalb hofft man auf einen Tausch mit einem anderen Tier, das am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm teilnimmt.

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Hoffnung auf Nachwuchs bei den Eisbären

Die Hoffnung ist groß, denn schon in Hamburg hat Eisbär Kap für Nachwuchs gesorgt. Er war nur ein halbes Jahr dort und schenkte dem Weibchen Victoria ein Junges. Dem Hamburger Zoo bereitete er damit eine riesige Freude.

Kap zeichnet sich besonders durch seinen ruhigen Charakter aus. So sei der Transport ohne Zwischenfälle verlaufen. Dem Tier soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Nach der Ankunft sei Kap ganz ruhig aus seiner Transportkiste gestiegen. Es war wohl ein ganz besonderer Moment – wer weiß, vielleicht hat der Bär seine Heimat wiedererkannt? Zumindest soll er sich relativ schnell wieder zu Hause gefühlt haben, denn kurze Zeit später stürzte er sich genüsslich ins Wasser.