Nächste Streikwelle im ÖPNV: Nun ist Karlsruhe wieder betroffen

Viele Fahrgäste stehen am Bahnsteig und warten auf den ankommenden Zug
Symbolbild © imago/Panama Pictures

In Karlsruhe steht die nächste Streikwelle im ÖPNV bevor. Schon diese Woche geht es los. Teilweise wird die Arbeit niedergelegt, was zum Ausfall zahlreicher Linien führen kann.

Die Gewerkschaft Verdi hat es wieder getan. Sie ruft die Beschäftigten zum Streik auf. Jetzt droht die nächste Streikwelle im ÖPNV. Schon heute soll es losgehen. Neben den Beschäftigten der Karlsruher Verkehrsbetriebe sollen wohl auch die Mitarbeiter des Verkehrsverbundes die Arbeit niederlegen. Mittlerweile gibt es dazu auch schon eine öffentliche Pressemitteilung.

Nächste Streikwelle im ÖPNV und in anderen Städten

Nicht nur in Karlsruhe rollt die nächste Streikwelle im öffentlichen Nahverkehr an. Auch Baden-Baden soll betroffen sein. Hier stehen die Busse teilweise still, ebenso die Merkurbergbahn. Außerdem ist das Kundenzentrum am Augustaplatz betroffen. Weitere Regionalbuslinien fallen ersatzlos aus. Eine Alternative sind die Ruftaxilinien, die in Baden-Baden weiterhin verkehren.

Auf in die nächste Tarifrunde: Lage spitzt sich zu

Der Tarifkonflikt hat sich bis heute nicht entspannt, deshalb ist die nächste Streikwelle im ÖPNV angesagt. Verdi geht es um Zulagen, Urlaubsgeld und die Nahverkehrszulage. In keinem der Punkte konnte bisher eine Einigung erzielt werden. Die Verhandlungen sollen nun Anfang März fortgesetzt werden. Inzwischen befinden sich Gewerkschaft und Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde.

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Geplante Aktionen zur Streikwelle im ÖPNV

Für heute ist eine Kundgebung in Karlsruhe geplant. Zuvor findet noch eine Sitzung des Gemeinderates statt. Ab 14:00 Uhr ist mit einem Treffen der Fraktionen auf dem Marktplatz zu rechnen, das zu einer offenen Diskussion und einem Erfahrungsaustausch führen soll. Die Linken und die Grünen werden voraussichtlich ab 14:00 Uhr auf dem Marktplatz sein.

Insbesondere der Arbeitgeberverband Karlsruhe zeigt keinerlei Verständnis für die erneute Arbeitsniederlegung. Man geht sogar so weit, den nächsten Streik als überzogen zu bezeichnen. Ähnliches ist auch vom Oberbürgermeister zu hören, der immer wieder die Mobilität im Karlsruher ÖPNV lobt, nun aber auch wieder zuverlässiges Personal brauche, das seine Arbeit macht.