Neue Pflichten für Katzenbesitzer in Karlsruhe sollen kommen

Eine Katze balanciert auf einer Mauer und läuft im Freien
Symbolbild © istockphoto/Nils Jacobi

In Karlsruhe sollen Katzenbesitzer bald neuen Pflichten nachkommen. Die Stadt hat nun erklärt, worum es eigentlich geht.

Viele wissen es vielleicht noch nicht, aber es soll bald neue Pflichten für Katzenbesitzer in Karlsruhe geben. Wer seinen Stubentiger nach draußen lassen will, muss vorher etwas Wichtiges erledigen. Ein Besuch beim Tierarzt ist Pflicht.

Neue Pflichten für Katzenbesitzer kommen wohl

In vielen Großstädten hat man sich dazu entschieden, Katzenhaltern neue Pflichten aufzuerlegen. So auch in Karlsruhe. Will man seine Katze in Zukunft ins Freie lassen, muss man wohl oder übel vorher mit dem Stubentiger zum Tierarzt. Dort muss man die Katze registrieren lassen. Dies geschieht entweder durch einen Chip oder durch eine Tätowierung. Auch Karlsruhe wird aller Voraussicht nach dieser Entscheidung zustimmen und die neuen Pflichten für Katzenhalter einführen. Zumindest steht dieser Punkt auf der Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung. Der Grund dafür ist mehr als nachvollziehbar.

Denn mit der Kennzeichnung von Katzen will man das Elend der Streuner verringern. Herrenlose Katzen können so leichter identifiziert und Besitzer schneller gefunden werden. So wird in Karlsruhe über ein neues Katzenschutzgesetz diskutiert. Es könnte demnach auch bald zur Pflicht werden, Katzen, die ins Freie dürfen, kastrieren zu lassen. Mit der Kennzeichnung und Registrierung wäre es in diesem Fall noch nicht getan.

Lesen Sie auch
Tierplage breitet sich in Karlsruhe weiter aus – "Gefahr für Bürger"

Kastrationspflicht für Freigänger im Gespräch

Allein in den letzten zwei Jahren habe man 256 Katzen aufgegriffen, die keinen Besitzer hatten. Davon waren 215 Katzen nicht kastriert. Sie wiesen zum Teil erhebliche Krankheitsanzeichen auf.

Sind die Katzen nicht kastriert, können sie sich nahezu ungebremst fortpflanzen, sodass immer mehr Katzen frei auf der Straße leben. Dies führt zu erheblichen Tierschutzproblemen, die man mit den neuen Auflagen für Katzenhalter wieder in den Griff bekommen will. In diesem Zusammenhang wird auch von einer Art Prävention im Tierschutz gesprochen. Mildere Maßnahmen sind aber sicherlich noch zu prüfen. Eine Kastrationspflicht würde erheblich in die Rechte der Katzenhalter eingreifen.