Schwerer Vorwurf der Tierquälerei: Restaurant bei Karlsruhe im Visier

Ein geschlossener Sitzbereich eines Restaurants. Dabei hat man Tische und Stühle mit einem Baustellenband abgesperrt, sodass dort keine Gäste mehr Platz nehmen dürfen.
Symbolbild © istockphoto/Let pictures tell the Story

Ein Restaurant bei Karlsruhe ist ins Visier geraten. Es geht um Tierquälerei. Die Organisation PETA hat Anzeige erstattet. Das sind keine Neuigkeiten, die ein Gast über eine Gaststätte lesen möchte.

Nun gerät ein Restaurant bei Karlsruhe ins Visier, das eine ganz besondere Spezialität auf der Speisekarte hat. Das Angebot ist nicht ganz unumstritten. Der Vorwurf der Tierquälerei bzw. der Beihilfe zur Tierquälerei steht im Raum. Mittlerweile gibt es EU-weit sogar ein Verbot, welches das Töten heimischer Tierarten betrifft. Dennoch wollen die Gastronomen nicht auf das Angebot verzichten.

Restaurant bei Karlsruhe im Visier

Viele würden sie nicht anrühren, andere halten sie für eine Delikatesse: Froschschenkel sind eine umstrittene Köstlichkeit. Vor allem, wenn es um den Tierschutz geht, melden sich hier Organisationen wie PETA zu Wort, die nun auch Anzeige gegen das betreffende Restaurant bei Karlsruhe erstattet haben. Es ist in großen Teilen der EU ohnehin verboten, Frösche in freier Wildbahn zu fangen und zu töten, um sie dann in einem Restaurant zu verspeisen. Alles, was hier auf der Speisekarte steht, kommt deshalb vermutlich aus Asien.

Restaurant in Rheinstetten hat Froschschenkel auf der Speisekarte

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Im Kreis Karlsruhe bietet ein Restaurant in Rheinstetten Froschschenkel an. Bislang wurden keine weiteren Schritte gegen die Betreiber unternommen, obwohl eine Anzeige von PETA vorliegt. Man habe keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz feststellen können, heißt es von offizieller Seite. Zum jetzigen Zeitpunkt hätten die Betreiber aber zugesichert, sich rechtlich absichern zu wollen.

Im Notfall würden sie ihr Angebot noch einmal ändern. Die Referenten der Tierschutzorganisation PETA schreiben bundesweit Restaurants an, die Froschschenkel auf ihrer Speisekarte haben. Sie weisen auf das Leid der Tiere hin, die bei ihnen auf dem Teller landen. Erst wenn auf den Brief keine Reaktion erfolgt, wird Anzeige erstattet.

Beihilfe zur Tierquälerei als Verdacht

PETA hat bereits nachgewiesen, dass die Produktion von Froschschenkeln ein tierquälerisches Produkt ist. Den Fröschen werden bei lebendigem Leib die Schenkel abgetrennt. Außerdem soll der Trend zum Verzehr von Froschschenkeln dazu geführt haben, dass die Froschbestände in vielen Ländern deutlich zurückgegangen seien. Hierzulande ist das Angebot der Delikatesse nicht verboten, nur die eigene Produktion ist nicht erlaubt. Mit der Anzeige will man dennoch negative Presse für die Betreiber machen, die dadurch hoffentlich zum Umdenken animiert werden.