Steuererhöhung: Karlsruher müssen bald tiefer in die Tasche greifen

Verschiedene Geldscheine liegen wie in einem Fächer, darunter 50 Euro-, 20 Euro- und 500 Euro-Scheine. Dahinter liegt ein Steuerbescheid. Es geht um zusätzliche Abgaben für die Bürger und um Gebühren, die man zahlen muss.
Symbolbild © istockphoto/Rallef

2024 ist für viele ein sehr teures Jahr. Und jetzt gibt es wieder schlechte Nachrichten, denn die Karlsruher müssen wohl noch tiefer in die Tasche greifen. Wieder drohen Steuererhöhungen. Manche trifft es besonders hart.

Händler, Gewerbetreibende, Mieter und Wohnungseigentümer: Für alle gibt es immer wieder Abgaben und Gebühren, die regelmäßig gezahlt werden müssen. Einen Großteil dieser Gebühren legt die Gemeinde fest, in der man wohnt.

Steuern steigen – Karlsruher müssen bald tiefer in die Tasche greifen

Fragt man die Gemeinden und Kommunen nach den Gründen für die Gebührenerhöhungen, stehen sie derzeit vor schwierigen Herausforderungen. So werden den Gemeinden von Bund und Land immer mehr Aufgaben übertragen, dadurch steigen wohl auch die Kosten. Die Erhöhung der Grundsteuer verteuert das Wohnen durch einen höheren Hebesatz weiter. Im Gegenzug müssen die Karlsruher tiefer in die Tasche greifen und haben weniger zum Leben. Eine weitere Erhöhung droht bei der Gewerbesteuer, vor allem für alle Gewerbetreibenden im Stadtbezirk.

Karlsruhe mit den höchsten Steuersätzen

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Zu dieser aktuellen Steuererhöhung gab es eine Umfrage unter den Kommunen. Vor allem die Hebesätze der Grundsteuer wurden angehoben. Elf Gemeinden im Landkreis Karlsruhe haben unter anderem auch die Gewerbesteuer erhöht. Mit den höchsten Hebesätzen und Grundsteuerbelastungen haben die Menschen in Tübingen und Freiburg zu kämpfen. Hier ist das Wohnen besonders teuer geworden. Spitzenreiter bei den Hebesätzen und der Gewerbesteuer ist aber nach wie vor Karlsruhe. Hier liegt die Stadt bei 450 Prozent und damit noch vor Pforzheim, das erst kürzlich den Gewerbesteuerhebesatz auf 365 Prozent angehoben hat.

Mehrbelastung für Bürger und Gewerbetreibende

Im Gegenzug ist es einigen Kommunen gelungen, den Gewerbesteuerhebesatz zu senken, so zum Beispiel Ludwigsburg. Im direkten Vergleich bleibt dies aber die Ausnahme. Die Städte und Gemeinden haben wohl immer mehr Aufgaben zu schultern, für die sie inzwischen auch mehr Geld benötigen. Und genau diese Kostensteigerungen müssen zum Teil von den Bürgern aufgefangen werden. Ob das der richtige Weg ist, sei dahingestellt.