Tausende kleine Frösche sind in Karlsruhe wieder unterwegs

Frösche auf Hand.
Symbolbild Foto: Stadt Karlsruhe

Tausende kleine Frösche sind wieder in Karlsruhe unterwegs. Bereits Anfang Januar startete die erste Froschwanderung. Vorsicht ist geboten.

Die Wanderzeit der Frösche hat begonnen. Tausende kleine Frösche sind in Karlsruhe unterwegs und auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Gerade hüpfen noch die Springfrösche, wenig später sind die Erdkröten dran.

Tausende kleine Frösche in Karlsruhe: Froschwanderung

Oft müssen die Tiere im Landkreis Karlsruhe Straßen überqueren. Hier sind sie auf zusätzliche Hilfe und Schutz angewiesen. Wer in diesen Tagen wieder die Schilder mit den Froschlurchen sieht, sollte unbedingt vorsichtig fahren. In der ganzen Region gibt es in den betroffenen Gebieten Tunnel und Zäune, um die Frösche einzufangen und in Eimern zu den Laichgewässern zu bringen. Jedes Jahr um diese Zeit findet die Amphibienwanderung statt. Einmal im Herbst und einmal im Frühling. Der Mensch spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Wichtige Maßnahmen für die Biodiversität

Während der Wanderung kommt es in der gesamten Region zu Sperrungen. Man versucht, alle Tiere einzusammeln und in Eimern in Sicherheit zu bringen. Betroffen sind zum Beispiel Straßen wie die B3 bei Grötzingen. Hier muss für zusätzlichen Schutz gesorgt werden, da man eine so stark befahrene Straße nicht einfach sperren kann. Mit Leiteinrichtungen werden die Kröten in eine bestimmte Richtung gelenkt. Vielleicht fragt sich jetzt der eine oder andere, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Experten wie Johannes Niederstraßer vom Amt für Ökologie, Umwelt und Arbeitsschutz in Karlsruhe können das bestätigen. Seiner Meinung nach werden die Amphibien nicht nur geschützt, sondern beim Sammeln auch gezählt. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette für andere Tiere. Störche zum Beispiel brauchen Amphibien zum Überleben.

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Tausende Frösche unterwegs: Jeder sollte mithelfen

Leider sind die Amphibienbestände in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Die Hälfte aller Arten gilt als gefährdet. Der lange Sommer, die hohen Temperaturen und die wechselhafte Witterung im Frühjahr sind dafür ebenso verantwortlich wie Trockenheit und Dürre. Deshalb ist auch in diesem Jahr wieder die Aufmerksamkeit und Mithilfe aller gefragt, um die Frösche wohlbehalten zu ihren Laichgewässern zu bringen.