Verdächtiger Gegenstand: Karlsruher U-Bahn wird komplett abgeriegelt

Eine neu ausgebaute U-Bahn Haltestelle und Gleise unter der Erde
Symbolbild © imago/Carmele/tmc-fotografie.de

Ein verdächtiger Gegenstand sorgt dafür, dass die Karlsruher U-Bahn komplett abgeriegelt wird. Es besteht sogar Terror-Verdacht. Für kurze Zeit fahren keine Züge mehr. Alle betroffenen Linien sind gesperrt.

Viele kennen es aus den Nachrichten: Ganze Stadtteile sind gesperrt, weil ein verdächtiger Gegenstand aufgetaucht ist. Doch in diesem Fall handelt es sich nicht um Nachrichten aus dem Fernsehen, sondern um die bittere Realität vor Ort in Karlsruhe. Die Karlsruher U-Bahn wurde aus Sicherheitsgründen komplett abgeriegelt. Das ist der Hintergrund.

Einsatz: Karlsruher U-Bahn wird komplett abgeriegelt

Konkret betroffen war die Haltestelle Europaplatz mitten in Karlsruhe. Ausgerechnet an einem belebten Sonntagnachmittag haben Fahrgäste einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Karlsruher U-Bahn komplett abgesperrt. Auch der Zugverkehr kam zum Erliegen. Die Meldung über einen herrenlosen Koffer, der mitten im Haltestellenbereich stand, ging kurz vor 15:00 Uhr bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe ein.

Diese leiteten die Meldung sofort an die örtliche Polizei weiter und veranlassten umgehend weitere Maßnahmen. Aus der Meldung ergab sich eine gewisse Gefahr und Unsicherheit. So berichtet der Polizeisprecher, dass man den verdächtigen Gegenstand zunächst nicht einschätzen konnte. Zumindest konnte man ihn keiner Person zuordnen und musste das gesamte Gebiet weiträumig absperren.

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Haltestelle gesperrt: Alle Linien ausgesetzt

Wenige Augenblicke später hat man dann auch die unterirdischen Tore der Haltestelle heruntergelassen, sodass keine Personen mehr in die Haltestelle Europaplatz gelangen konnten. Auch auf den Anzeigetafeln erschien eine Meldung. Kurzerhand hatte man die gesamte Haltestelle Europaplatz für alle Linien aufgehoben. Das führte natürlich zu weiträumigen Verzögerungen, Umleitungen und Verspätungen. Erst um 16:30 Uhr war der Kampfmittelräumdienst vor Ort und konnte den Koffer übernehmen.

Wenig später gab man Entwarnung, denn der herrenlose Koffer war leer. Daraufhin hat man die Sperrungen bereits gegen 18:00 Uhr wieder aufgehoben. Was für viele an dieser Stelle vielleicht etwas überzogen wirken mag, ist dringend notwendig. Würde in solch einem Koffer eine Bombe stecken, wäre das Ausmaß der Katastrophe kaum auszumalen. So oder ähnlich ist es schon vielfach in großen Metropolen wie Karlsruhe passiert. In diesem Fall ist man erst einmal mit dem Schrecken davon gekommen.