Alles steht still: Autobauer stoppt gesamte Produktion in Deutschland

KFZ-Produktionsstraße in einem Auto-Hersteller-Werk.
Symbolbild © istockphoto/Traimak_Ivan

Einer der wichtigsten Autobauer weltweit stoppt nun in Deutschland seine gesamte Produktion. Dahinter steckt etwas anderes, als man vermuten würde. Alle Details findet ihr im folgenden Artikel.

Hier geht jetzt erst mal gar nichts mehr. Bei einem der größten Autobauer überhaupt liegt die Produktion brach – zumindest in Deutschland. Wie konnte es so weit kommen? Denn pleite ist das Hightech-Unternehmen ganz bestimmt nicht. Der Grund sind besorgniserregende Entwicklungen in der politischen Landschaft.

Besorgniserregende Entwicklung

Als der amerikanische Vorreiter der Elektromobilität im Jahr 2020 mit dem Bau seiner Gigafactory in Grünheide begann, war die Aufregung groß. Viele haben sich gefreut, dass ein Teil von Elon Musks Unternehmen sich in Deutschland niederlässt. Allein die Arbeitsplätze, die dadurch in Brandenburg geschaffen wurden, schienen die Fabrik zu rechtfertigen. Skeptiker und Klimaschützer wiederum waren dennoch dagegen. Nichtsdestotrotz: Der deutsche Tesla-Standort kam und seit 2022 stellt man auch dort die begehrten E-Autos her. Doch offenbar aus dem Nichts stellt der Autobauer jetzt seine Produktion in Grünheide ein. Jedoch tut er das nicht freiwillig.

An Geld mangelt es dem Unternehmen um Elon Musk gewiss nicht. Allein im dritten Quartal des vergangenen Jahres erwirtschaftete der E-Auto-Gigant 23,4 Milliarden US-Dollar. Da bleibt einem schon mal die Spucke weg. Dem Hersteller aus den USA fehlen indessen die Bauteile. Schuld daran sind Kämpfe im Roten Meer. Die sogenannten Huthi-Rebellen treiben dort ihr Unwesen und bringen den Handelsverkehr so gut wie komplett zum Erlahmen, indem sie sämtliche Schiffe angreifen, die Verbindungen zu Israel haben könnten. Mit Raketen und Drohnen greifen sie das Land bisweilen auch direkt an.

Autobauer stoppt Produktion

Das Rote Meer stellt auf dem Seeweg die wichtigste Verbindung zwischen Europa und Asien dar. Seit die Lage dort aber eskaliert, meiden die internationalen Handelsschiffe dieses Gebiet ganz entschieden. Der Umweg über das Kap der Guten Hoffnung, also unter Südafrika entlang, ist schlichtweg riesig. Die Folge: Verschiedenste Bauteile und notwendige Güter für Industrie und Produktion kommen mit wochenlanger Verspätung an. Davon ist auch Tesla nicht ausgenommen. Weil es unter diesen Umständen ein hoffnungsloses Unterfangen wäre, weiterzubauen, entschied sich der Autobauer nun, seine Produktion in Grünheide vom 29. Januar bis zum 11. Februar komplett zu pausieren. Danach kann es voraussichtlich aber wieder weitergehen.