Aus nach Jahrzehnten: Kult-Tanke verschwindet in Deutschland

Der Mitarbeiter einer Tankstelle nimmt eine Barzahlung entgegen.
Symbolbild © istockphoto/Halfpoint

Diese Nachricht schockiert die Kunden und Verbraucher. Denn aus Deutschland verschwindet jetzt eine echte Kult-Tanke. Das ist der Grund dafür.

Leider verschwanden in den vergangenen Jahren bis heute eine große Anzahl von Traditionsgeschäften und Kneipen einfach so von der Bildfläche. Grund dafür waren und sind finanzielle Probleme, ausgelöst durch die Pandemie oder Inflation – oder aber auch ganz private Probleme. Zurück bleiben oft Menschen, die um einen lieb gewonnen Ort trauern. So ergeht es nun auch einer Kult-Tanke, die nun gänzlich aus Deutschland verschwindet.

Tankstellenbesitzer geht in den Ruhestand

Die Menschen in Stadteil Ossendorf in Köln trauern und beweinen das Ende der SB-Tankstelle von Besitzer Resa Ghadiri. Denn diese Tankstelle schließt jetzt nach Jahrzehnten für immer seine Türen. Seit mehr als 25 Jahren betrieb der gebürtige Iraner die Kult-Tanke an der Rochusstraße in Köln. Für viele Menschen war es eine echte Institution, die jetzt ihr Ende findet. Denn Resa Ghadiri geht in den wohlverdienten Ruhestand.

An den Tanksäulen ist bereits seit einigen Tagen ein trauriger Aushang befestigt. Stilecht in kölschem Slang steht dort, dass Resa Ghadiri am 29. Juni für immer in den Feierabend geht. Er dankt seinen Kunden für die vielen tollen Jahre und schreibt, wie sehr er sie vermissen wird.

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Eine Institution verschwindet

Ab 1999 war der Iraner Besitzer des Pachtvertrags für die Shelltankstelle in Ossendorf. Das Gebäude wurde bereits in den 1960er-Jahren erbaut und besaß einen echten Kult-Faktor. Menschen, die an diese Kult-Tanke fuhren, konnten hier nicht nur ihren leeren Tank befüllen – der Tankstellenbesitzer sorgte auch dafür, dass kleinere und größere Fahrzeugprobleme behoben wurden.

Dafür hat Resa Ghadiri allerdings auch sehr selten Urlaub genommen. Beinahe immer war er für seine Kunden und die Einwohner von Ossendorf in seiner Tankstelle da. Das ändert sich jetzt. In Zukunft will sich der 71-Jährige Mann wieder mehr um seine Freunde und Familie kümmern und seine neugewonne Freizeit in vollen Zügen genießen.