Deutscher Autobauer will 500 Arbeitsplätze schaffen – aber im Ausland

Daimler Roboter Produktion
Symbolbild © istockphoto/xieyuliang

Ein deutscher Autobauer will bis zu 500 Arbeitsplätze schaffen. Diese sollen allerdings nicht in Deutschland entstehen.

In Zeiten der Inflation und ganz besonders nach der Coronapandemie sind neue Arbeitsplätze eine gute Sache. Dieser deutsche Autobauer will jetzt 500 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Problem dabeu: Die Stellen sollen im Ausland besetzt werden.

Neue Fabrik ist in Planung

Die Rede ist von dem Zulieferer für Autoteile Eberspächer. Die Firma hat ihren Sitz in Esslingen am Neckar. Nun hat sie begonnen, eine Fabrik zu bauen. Allerdings nicht in Deutschland, sondern in Bulgarien. Hier sollen Plug-in-Hybride sowie Teile für E-Autos wie Heizungen angefertigt werden.

Bereits im Sommer des Jahres 2022 hat das Unternehmen aus dem Bundesland Baden-Württemberg angekündigt, in Bulgarien bauen zu wollen. Die Wahl fiel auf die Stadt Ruse, da diese über eine gute Verkehrsanbindung verfügt und es hier auch eine Universität mit technischem Schwerpunkt gibt. Der Bürgemeister der Stadt Ruse, Pencho Milko, erklärte damals in den Medien, dass er sehr froh darüber sei, dass der Autozulieferer Eberspächer die Stadt Ruse auserkoren habe.

Unternehmen aus Deutschland will wachsen

Zum Spatenstich im April erklärter der Autoteilzulieferer in den Medien, dass die Produktion in dem neu gebauten Werk schon im Jahr 2024 anlaufen soll. Der General Manager des Unternehmens ist davon überzeugt, dass die Firma mit der E-Mobilität ebenfalls wachsen wird. Dafür will Eberspächer jetzt als deutscher Autobauer 500 neue Arbeitsplätze schaffen – wenn auch im Ausland.

Kritik am Bau des neuen Werks in Bulgarien

Das neu geplante Werk von Eberspächer in Bulgarien wird allerdings von den Arbeitnehmervertretern immer wieder bemängelt. Die Sorge ist dabei ein wachsender Stellenabbau in Deutschland. Wenn immer mehr Autozulieferer ihre Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, wird es mit der Zeit zwangsläufig immer weniger Stellen in Deutschland geben. Dass der deutsche Autozulieferer 500 Arbeitsplätze schaffen will, hat in diesem Fall für die Bundesrepublik nur wenig Bedeutung – denn der Standort liegt in Bulgarien.