Drastische Neuerung: Handy-Blitzer vor Einführung in Deutschland

Eine Blitzeranlage am Rande einer Straße ausgerichtet auf beide Fahrbahnen und ein Fahrzeug
Symbolbild © istockphoto/Anton Skripachev

In Kürze soll der gefürchtete Handy-Blitzer in Deutschland zur Einführung kommen. Damit dürfte klar sein, dass Autofahrer, die künftig am Steuer mit dem Handy erwischt werden, drastisch zur Kasse gebeten werden.

Mal eben auf das Handy sehen oder eine Nachricht tippen: Das ist am Steuer nicht nur verboten, sondern kann bald auch teuer werden. Der gefürchtete Handy-Blitzer steht in Deutschland vor der Einführung.

Jetzt kommt der Handy-Blitzer

Vor einiger Zeit ging ein Raunen durch die Bevölkerung, denn die Regierung kündigte an, künftig härter gegen Verstöße im Straßenverkehr vorzugehen. Das betrifft auch die Nutzung von Smartphones und anderen mobilen Geräten am Steuer. Jetzt steht offenbar der Handy-Blitzer kurz vor seiner Einführung in Deutschland.

Rheinland-Pfalz hat hierfür bereits ein Gesetz vorbereitet, durch das die Handy-Blitzer zugelassen werden sollen. Weitere Bundesländer sollen ebenfalls Interesse an dieser Vorgehensweise gezeigt haben. Die Verwendung eines Handys am Steuer steht schon heute unter Strafe. So müssen Autofahrer mit einem Bußgeld von 100 Euro sowie einem Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg rechen, wenn sie erwischt werden.

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Erste Tests verliefen positiv

2022 gab es erste Testphasen, bei denen die Handy-Blitzer in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kamen. Hierfür wird ein spezielles Monocam-System eingesetzt, welches im Live-Verkehr erkennt, ob der Autofahrer das Smartphone nutzt. Das System schießt dann ein Beweisfoto, ähnlich dem eines Radarbildes, wie es bei Geschwindigkeitskontrollen üblich ist.

Im Rahmen des Pilotprojektes sollen sich die sogenannten Ablenkungsverstöße halbiert haben, heißt es. Als Folge dieses Ergebnisses soll nun ein Gesetz kommen, das den dauerhaften und flächendeckenden Einsatz der Handy-Blitzer ermöglichen soll. Schon 2024 soll dann der Handy-Blitzer zur Einführung in Deutschland kommen.

Änderung müssen hierfür im Polizei- und Ordnungsgesetzes erfolgen, denn diese müssen eine Rechtsgrundlage für den Einsatz der Monocams schaffen. Die Kameras sind an Autobrücken montiert und filmen von dort das Innere der Fahrzeuge. Im Anschluss bewerten Polizisten die geschossenen Fotos und erstellen gegebenenfalls die entsprechenden Bescheide. Durch das neue Gesetz müssten nun eventuelle Datenschutzbedenken ausgeräumt werden, heißt es abschließend.