E-Mobilität: Mehr als 10.000 E-Autos verrotten auf einem Feld

E-Autos sind kaputt.
Foto: Youtube/serpentza

Stromer scheinen derzeit schwer beliebt zu sein. Aber diese hier will offenbar keiner haben. 10.000 E-Autos verrotten irgendwo auf einem Feld.

Man kennt das: Es gibt eine Menge alter Schrottkarren, die irgendwo hinmüssen. Und dann verwesen sie auf dem Schrottplatz, wo mitunter richtige Auto-Friedhöfe entstehen. Bei den unzähligen antiken Verbrennern kann man sich das gut vorstellen. Die will einfach keiner mehr haben. Aber bei elektrischen Autos mutet eine solche Vorstellung schon etwas komisch an. Wie kann es dazu kommen, dass über 10.000 E-Autos auf diesem Feld einfach so verrotten? Es gibt einen Grund – und der ist mehr als kurios.

E-Autos verrotten

Das E-Auto ist voll im Kommen, aber viele Menschen müssen sich immer noch daran gewöhnen. So stranden immer wieder Autos mit leerem Akku auf deutschen Autobahnen. Zum Glück geht es für die meisten davon irgendwann weiter. Auf dem elektrischen Auto-Friedhof fährt jedoch garantiert keiner mehr. Ein bisschen unheimlich ist das schon.

Der Grund dafür, dass auf diesem Feld mehr als 10.000 E-Autos verrotten, ist politischer Natur. Es handelt sich dabei nicht um Deutschland. Der Ort, von dem wir berichten, liegt in China. Winston Sterzel ist YouTuber und auf dem Portal besser bekannt als SerpentZA. Er war es, der vor einigen Tagen die brisanten Einblicke in den E-Auto-Friedhof postete. Dabei interviewte er auch einen Ortsansässigen, der ihn über das bizarre Bild aufklärte. Die 10.000 identischen E-Autos gehören zu der chinesischen Marke BYD und sind gerade mal zwei Jahre alt. Aber es kommt noch krasser: Jedes einzelne von ihnen ist in seinem kurzen E-Auto-Leben nicht mehr als fünfzig Kilometer gefahren.

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Absurdes grünes Image

Der Wettlauf der E-Mobilität ist nicht nur einer zwischen den Herstellern selbst, sondern auch zwischen den Ländern. Vor allem, wenn man es mit einem Staat wie China zu tun hat. Wer mehr E-Autos verkauft, gilt auf der einen Seite als „fortschrittlicher“ und gleichzeitig auch „grüner“. Viele verkaufte E-Autos bringen einem ein grünes Image ein. Nur wurden in diesem Fall die Wagen gar nicht gefahren. Etwas schwer verständlich? Ja, es ist absurd.

BYD (und somit China) hat viel zu viele E-Autos hergestellt. Diese wurden registriert und offiziell verkauft. Das schmückt die Zahlen des Landes. Aber der Bedarf bzw. die echten Kunden waren gar nicht da. Also wurden diese „offiziell verkauften E-Autos“ auf Feldern abgestellt. Ganz davon abgesehen, dass man sich damit ein gutes Umwelt-Image erschwindeln wollte, produzieren diese Hersteller nicht selten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Ob die Zukunft der E-Mobilität also tatsächlich in China liegt, bleibt zu bezweifeln.