Frustriert: Fahrer wendet sich von Mercedes ab und geht zu Tesla

weißer Mercedes-Benz EQS 450
Symbolbild © istockphoto/Eagle2308

Ein Fahrer wendet sich frustriert von Mercedes ab und wechselt zu Tesla. Er hat gute Gründe dafür und löst bei anderen Fahrern Besorgnis aus.

Nach massiven Problemen wendet sich ein Fahrer von Mercedes ab. Er wechselt zu Tesla und hofft, dass es dort besser läuft. Seine Bedenken werden von vielen geteilt.

Mercedes forciert Wandel hin zu Elektromobilität

Mercedes-Benz treibt den Wandel zur Elektromobilität weiter voran. So kam Ende 2022 der SUV EQE auf den Markt. Die Botschaft ist klar: Ab 2030 will der Autokonzern weltweit Elektroautos verkaufen, wenn es die äußeren Bedingungen zulassen. Voraussetzung dafür sind aber nicht nur moderne Elektroautos, sondern auch eine funktionierende Infrastruktur an Ladesäulen. Dafür sprach sich kürzlich auch Mercedes-Chef Ola Källenius aus. Inzwischen wurde die Zusammenarbeit mit dem Hersteller Joint-Venture Ionity verkündet, wenn es um Ladenetze geht. Doch nun soll es Probleme geben.

Enttäuschter Kunde: Probleme beim Laden mit modernem Mercedes

Auf Facebook meldete sich kürzlich ein Mercedes-Kunde zu Wort. Er habe mit seinem EQE wiederholt Probleme an den Ladesäulen gehabt. Natürlich habe er diese Probleme dem Händler gemeldet, bei dem er das teure Auto gekauft hatte. Die Ursache der Probleme lag jedoch bei einem bestimmten Lieferanten der Ladesäulen und nicht beim Hersteller Mercedes-Benz. Der Händler konnte dem Kunden in seinem individuellen Fall nicht weiterhelfen. Dies scheint der Grund zu sein, warum der Kunde sich nun von Mercedes abgewandt hat und zu Tesla wechseln möchte. Seine Situation ist kein Einzelfall: Häufig haben Autofahrer weniger Probleme mit den E-Autos selbst als mit den Ladesäulen.

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Im Grunde kann es bei jeder Automarke zu vergleichbaren Problemen kommen. Das zeigt einmal mehr, dass das flächendeckende Ladenetz für E-Autos noch nicht ausreichend ausgebaut ist. So kommt es immer wieder zu Engpässen und Problemen. Das betrifft auch die neu entwickelten elektrifizierten Modelle bekannter Marken wie Mercedes oder Tesla. Hier ist auch in Zukunft noch viel Luft nach oben. Aber gerade die Kundinnen und Kunden sollten nicht müde werden, Druck auf die Hersteller auszuüben, wenn es um Kundenfreundlichkeit und Flexibilität geht. Nur so kann auf lange Sicht eine bessere Infrastruktur hergestellt werden.