Führerschein-Neuerung: Alle Autofahrer in Deutschland betroffen

Ein Autofahrer zeigt den Führerschein bei einer Verkehrskontrolle.
Symbolbild © istockphoto/Anastasija Vujic

Die Europäische Union plant offenbar Umstrukturierungen. Diese Neuerungen betreffen den Führerschein der Autofahrer in Deutschland und der EU.

Seit Beginn des Jahres gibt es Änderungen im Bußgeldkatalog. Doch jetzt sollen Neuerungen kommen, die den Führerschein der Autofahrer in Deutschland betreffen.

Diese Änderungen sind in Planung

Häufig zucken die Menschen zusammen, wenn sie hören, dass Änderungen geplant sind. Doch für das Jahr 2023 soll der Führerschein für Autofahrer in Deutschland um einiges erweitert werden. Tatsächlich plant die Europäische Union, die vierte Führerscheinrichtlinie umzusetzen. Der ADAC führte jetzt aus, worum es dabei geht.

So erklärte der ADAC (der Allgemeine Deutsche Automobil-Club) zu den geplanten Neuerungen, dass „die aktuell gültige, 3. Führerscheinrichtlinie grundlegend überarbeitet“ wird. Diese Überarbeitung betrifft auch den Führerschein der Autofahrer in Deutschland. Doch zuvor muss die Änderung „in nationales Recht überführt werden“.

Das ist die 4. Führerscheinrichtlinie

Hauptsächlich dreht sich in dieser Richtlinie fast alles um die Erhöhung der bisher erlaubten zulässigen Gesamtmasse. Diese ist die Gesamtmasse, welche man mit dem jeweiligen Führerschein bewegen darf. Zudem soll auch im Ausland eine bestimmte Führerscheinklasse und der digitale Führerschein anerkannt werden.

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Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist der Entzug der Fahrerlaubnis im Ausland. Wer seinen Autoführerschein der Klasse B nach dem 1. Januar 1999 gemacht hat, darf ein Fahrzeug mit dem Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen fahren. Jetzt soll sich aber einiges tun und das Gesamtgewicht könnte bald deutlich höher liegen.

Das wäre dann möglich

Wohnmobile sind in der Regel deutlich schwerer als 3,5 Tonnen. In Zukunft könnten allerdings alle Führerscheinbesitzer mit einem Führerschein der Klasse B ohne Probleme ein Wohnmobil fahren. Denn somit dürften Sie Fahrzeuge mit einem maximalen Gesamtgewicht von bis zu 4,25 Tonnen bewegen.

Wann genau die Änderungen in Kraft treten könnten, ist bislang nicht bekannt. Derzeit soll auch noch nicht endgültig entschieden worden sein, welche Neuerungen beim Führerschein schlussendlich  auf die Autofahrer in Deutschland zukommen.