Große Änderung beim Deutschlandticket – Frist muss beachtet werden

Ein Vater steigt mit seinem Sohn in einen Zug.
Symbolbild © istockphoto/SbytovaMN

Bisher müssen die Deutschen eine recht lange Frist bei der Kündigung beachten, doch bald soll es eine Änderung beim Deutschlandticket geben. Dann wird das Angebot für viele noch flexibler.

Zahlreiche Deutsche nutzen das Deutschlandticket aktuell, um möglichst günstig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Pendler benötigen das Ticket dauerhaft, doch das ist längst nicht bei allen der Fall. Lebensumstände ändern sich schnell und so benötigen viele Deutsche das Ticket nur hin und wieder. Flexibel ist das Deutschlandticket jedoch bisher absolut nicht, denn Kunden müssen bei der Kündigung eine starre Frist beachten. Ein Start-up macht der Branche jetzt jedoch ordentlich Druck. Das könnte das Ende der unflexiblen Regelung bedeuten.

Neue Bedingungen

Aktuell müssen Inhaber des 49-Euro-Tickets eine klare Frist einhalten, wenn sie das Angebot nicht mehr nutzen wollen. Eine Kündigung muss bis zum 10. Tag des Monats eingehen, damit der Vertrag mit Ende des Monats ausläuft. Wer das Datum verpasst, muss aktuell noch für einen weiteren Monat zahlen. Doch mittlerweile gibt es viele attraktive Alternativen für Kunden.

Es gibt viele Unternehmen, die das Ticket anbieten, und Bürger haben selbstverständlich die Wahl, wo sie es kaufen. Dabei lohnt es sich auf jeden Fall, sich die Vertragsbedingungen anzusehen, denn einige Anbieter haben durchaus flexible Konditionen. So bietet das Start-up Mo.pla das beliebte 49-Euro-Ticket jetzt erstmals mit flexibler Kündigungsoption an. Kunden können sich dabei spontan bis zu 24 Stunden vor dem Monatsende noch dazu entscheiden, den Vertrag zu kündigen.

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Ordentlicher Gegenwind

Die Tatsache, dass die ursprünglich an das Deutschlandticket geknüpfte Kündigungsfrist bei dem Start-up nicht beachtet werden muss, sorgt für Gegenwind seitens des Bundesverkehrsministeriums. Die Verantwortlichen sind Medienberichten zufolge der Meinung, dass die Flexibilität nicht mit den Tarifbestimmungen des Tickets vereinbar sei. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) schließt sich der Auffassung an. Er argumentiert, dass das Deutschlandticket noch zu jung sei, um es zu sanktionieren.

Nach Aussage des Geschäftsführers von Mo.Pla sei dies jedoch trotzdem möglich, da es ein rein digitales Produkt sei, bei dem weniger bürokratische Hürden im Weg stünden. Die ÖPNV-Branche betont jedoch, dass nicht alle Unternehmen digital aufgestellt seien. Aufgrund dessen gebe es immer noch Firmen, die das Ticket nur in Papierform anbieten würden. Es besteht jedoch ernsthafte Hoffnung, dass sich das bald ändert, denn das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen verriet, dass das Ticket analysiert und weiterentwickelt wird. Möglicherweise gibt es also schon im neuen Jahr Änderungen beim Deutschlandticket für alle.