Kein Aus: Deutscher Motorenhersteller setzt weiter auf Verbrenner

Der Motorraum eines Autos wird mithilfe eines hydraulischen Krans zerlegt.
Symbolbild © istockphoto/Zigmunds Dizgalvis

Die E-Mobilität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Doch das Aus sieht ein deutscher Motorenhersteller für den Verbrenner nicht. Er produziert ihn weiter.

Viele Autohersteller setzen in Zukunft auf die E-Mobilität und wollen bis 2035 soweit sein, dass sie nur noch E-Autos produzieren. Doch ein deutscher Motorenhersteller sieht das Aus für den Verbrenner noch lange nicht und produziert ihn weiter. Das sind die Hintergründe.

E-Autos sollen die Zukunft sein

Viele Studien haben bewiesen, dass der Verbrenner der Umwelt schadet und gegen das Ziel des Klimaschutzes gerichtet ist. Durch den Ausstoß von CO2 entstehen noch mehr Löcher in der Ozonschicht. Deutschland und die EU sind sich einig: das muss aufhören! Und sie haben daher gemeinsam das Verbrenner-Verbot beschlossen. Ab 2035 dürfen keine Autos mehr zugelassen werden, die Verbrenner-Motoren besitzen. Demnach dürfen auch keine Autos mehr produziert werden, die mit Benzin oder Diesel betankt werden müssen. Das scheint das Aus für Verbrenner zu sein. Doch ein deutscher Motorenhersteller sieht das anders, genauso wie ein Autozulieferer. Im Moment stehen sie damit allerdings allein auf weiter Flur.

Lesen Sie auch
Großer E-Auto-Bauer muss Insolvenz anmelden – "Sind am Ende"

Das soll sich in Zukunft ändern

Die beiden Unternehmen sind der Überzeugung, dass sich die Verbrenner mit E-Fuels weiter betreiben lassen und benutzen die Gewinne aus der Herstellung von Verbrennern für die Forschung, Entwicklung und Herstellung von synthetischen Brennstoffen. Rolls-Royce Power Systems und der Autozulieferer Mahle setzen die Gewinne für die neue Technologie der Wasserstoff-Brennstoffe ein. Laut der Sprecherin Silke Rockenstein von Rolls-Royce Power Systems finanzieren die klassischen Verbrennungsmotoren die nachhaltigen Lösungen. Der neue Standort in Kluftern am Bodensee soll auf Klimafreundlichkeit und Effizienz ausgelegt sein. Er ist mit einer Photovoltaikanlage für ökonomischen Strom und mit E-Ladesäulen für eine klimafreundliche Mobilität ausgestattet. Man strebe in Zukunft an, die Verbrenner mit sauberen Technologien laufen zu lassen. Bis es soweit ist, wolle man noch so lange Verbrenner-Motoren und deren Ersatzteile produzieren, bis die Nachfrage eines Tages gedeckt ist. An diesem Punkt könnte das Zeitalter der sauberen Brennstoffe beginnen.