Sensation: Erste Straßenbeleuchtung funktioniert ganz ohne Strom

Brennende Straßenlaternen in der Nacht
Symbolbild © istockphoto/roemart

Tatsächlich gibt es inzwischen eine Straßenbeleuchtung, die ganz ohne Strom auskommt. Das könnte die Städte positiv verändern und revolutionieren.

Es gibt ein Start-up, das Leuchten entwickelt hat, die mit einer genialen Technologie funktionieren. Sie sind unabhängig von Strom und könnten die Straßenbeleuchtung, wie wir sie kennen, auf den Kopf stellen.

Natürliche Straßenbeleuchtung durch Bakterien

Glowee heißt das französische Start-up. Es hat natürliche Leuchtmittel entwickelt. Diese basiert auf winzigen Bakterien, die im Wasser leben. Um zu leuchten, brauchen die Bakterien Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe, aber keinen Strom. So könnte die Straßenbeleuchtung bald ganz ohne Strom funktionieren. In der kleinen französischen Gemeinde Rambouillet leuchten die Straßenlaternen bereits ohne Strom.

Die Technologie heißt Biolumineszenz. Die Bakterien, die für das Leuchten sorgen, tragen ein Enzym namens Luziferase in sich. Unter dem Einfluss von gasförmigem Sauerstoff oxidieren die Enzyme und setzen dabei Energie frei. Und genau diese Energie ist es, die die Bakterien leuchten lässt.

 

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Das ist eine Sensation: Wenn diese Methode so funktioniert, wie man sich das vorstellt, wird es bald lebendige Lichter auf den Straßen geben. Nicht nur die Straßenbeleuchtung könnte damit betrieben werden, auch ganze Innenstädte und Schaufenster könnten damit energiesparend beleuchtet werden. Und noch einen Vorteil haben diese natürlichen Lichter: Sie reduzieren die Lichtverschmutzung, weil sie weniger stark abstrahlen.

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Weniger Lichtverschmutzung durch neue Straßenlaternen

Gleichzeitig schaffen sie eine völlig neue Lichtsituation, die auch für das menschliche Auge angenehmer ist. Denn die unnatürliche Beleuchtung der Städte wirkt sich negativ auf die Schlafqualität, das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen aus, die unter diesen Bedingungen leben. Außerdem soll natürliches Licht auch für die Tiere in der Umgebung der Städte erträglicher werden. So sterben beispielsweise jede Nacht Milliarden von Insekten und nachtaktive Tiere finden wegen der hellen Beleuchtung kaum Ruhe. Die Leuchtbakterien in den Straßenlaternen sollen dagegen für mehr Ruhe sorgen.