Wende: Neue Ladesäulen-Pflicht soll kommen für Elektroautos

Mann lädt E-Auto.
Symbolbild © istockphoto/SouthWorks

Die IG-Metall fordert eine Ladesäulen-Pflicht für Elektroautos. Das soll die Verkehrswende beschleunigen. Da ist nur ein entscheidendes Problem.

Vor Kurzem hat sich die IG-Metall, die Industriegewerkschaft Metall, zu einer Pflicht für E-Ladesäulen geäußert. So sei man der Meinung, dass direkt in der Nähe von Einkaufszentren eine Ladesäulen-Pflicht für Elektroautos bestehen müsse.

Ladesäulen-Pflicht für Elektroautos – wenig zielführend

Die Ziele in Deutschland sind hochgesteckt. Bis 2030 sollen durch das Bundesland fünfzehn Millionen Elektroautos fahren. Leider trabt die Infrastruktur der Ladetechnik und der Ladesäulen noch deutlich hinter diesem Ziel hinterher. Dabei ist von offizieller Seite häufig die Rede davon, dass dieser Ausbau der erste Schritt für eine Verkehrswende sei. Die Forderung nach einer Ladesäulen-Pflicht für Elektroautos haben Energiewirtschaft und Einzelhandel abgelehnt.

Offiziellen Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge käme man mit dem Ausbau der Säulen bisher gut vorwärts. So gibt es derzeit schon Kooperationen zwischen der BDEW und dem Einzelhandel. Man bräuchte nun auch den Zugang zu den öffentlichen Flächen, um den Ausbau zu beschleunigen. Ausgehend vom Handelsverband bewertet man die Ladesäulen-Pflicht für Elektroautos als wenig zielführend.

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Viel zu bürokratisch: Ausbau der Ladesäulen und Förderung

So befinden sich derzeit wohl 15 Prozent aller öffentlichen E-Säulen ohnehin auf den Flächen des Einzelhandels. In Zahlen bedeutet das: Jede dritte Ladesäule steht in Verbindung mit dem Einzelhandel. Dabei möchte man sich die Freiheit nicht nehmen lassen, die Ladepunkte an günstigen Orten zu installieren. Nicht jeder Standort wäre für den Aufbau überhaupt geeignet.

Im Handel wünscht man sich eine Anpassung der aktuellen Förderung. Wie in vielen anderen Punkten ist auch hier Deutschland zu umständlich und zu bürokratisch. Eine Voraussetzung für eine zielgerichtete Förderung wäre eine Erreichbarkeit über 24 Stunden und an sieben Tagen in der Woche. Bei knapp mehr als die Hälfte der Parkflächen sei das überhaupt nicht möglich. Hier gilt es, umzudenken und sich nicht selbst im Weg zu stehen.