3.000 Euro Zuschuss: Bund vergibt Prämie an Tausende Bürger

EIn Mann zählt Geldscheine, die er als Zuschuss erhalten hat.
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Zahlreiche Arbeitnehmer dürfen sich freuen, denn die Regierung hat sich für ein drittes Entlastungspaket entschieden. Damit erhalten Tausende Bürger bis zu 3.000 Euro in Form eines Zuschusses – und das steuerfrei.

Die Inflation hat Deutschland fest im Griff und so tun sich immer mehr Deutsche schwer damit, ihren Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Um Angestellte zu entlasten, hat der Bund sich für ein drittes steuerfreies Entlastungspaket entschieden. Bürger bekommen damit einen Zuschuss in Höhe von bis zu 3.000 Euro im Rahmen einer Inflationsausgleichsprämie von ihren Arbeitgebern ausgezahlt. Doch nicht jeder erhält den Freibetrag, denn dabei handelt es sich um eine freiwillige Leistung der Unternehmen. Der Staat ist lediglich bereit, auf die Steuereinnahmen zu verzichten. Wir berichten, wer Anspruch hat und wie die Auszahlung abläuft.

Unterstützung in schweren Zeiten

Auf den Weg gebracht wurde das Entlastungspaket bereits Ende des letzten Jahres. Als Teil des „Jahressteuergesetzes 2022“ ist die Inflationsausgleichsprämie seitdem eine freiwillige Unterstützung, die Arbeitgeber ihren Angestellten steuerfrei und sozialversicherungsfrei auszahlen können. Möglich ist das bereits seit dem 26. Oktober 2022 und zahlreiche Deutsche konnten bereits davon profitieren.

Wer die Prämie bisher nicht erhalten hat, muss sich jedoch keine Sorgen machen, denn das kann durchaus noch passieren. Immerhin läuft der Begünstigungszeitraum noch bis zum 31. Dezember 2024. Der Arbeitgeber ist jedoch nicht dazu verpflichtet, die Arbeitnehmer zusätzlich zum im Vertrag vereinbarten Gehalt zu entlohnen.

So läuft die Auszahlung ab

Prinzipiell haben auf den 3.000-Euro-Zuschuss alle Bürger Anspruch, die in Vollzeit oder Teilzeit bei einem Unternehmen tätig sind. Demnach können auch Minijobber, Auszubildende sowie arbeitende Rentner die Unterstützung erhalten. Wenn sich Arbeitgeber für die Auszahlung der finanziellen Unterstützung entscheiden, können sie den Betrag entweder auf einmal oder in Teilbeträgen auszahlen. Unternehmen dürfen zudem frei wählen, welche Angestellten die Prämie bekommen und welchen Betrag sie zahlen. Lediglich die Obergrenze von 3.000 Euro pro Person müssen Arbeitgeber beachten.

Medienberichten zur Folge nimmt bereits mehr als die Hälfte aller vierzig Dax-Unternehmen die Möglichkeit war und unterstützt ihre Mitarbeiter finanziell. So haben die Deutsche Bank sowie Airbus bereits je 1.500 Euro an ihre Angestellten ausgezahlt. Mitarbeiter der Drogeriekette Roßmann durften sich unterdessen über immerhin 500 Euro freuen. Es gibt allerdings auch zahlreiche Unternehmen, die sich bisher bewusst gegen die Zahlung einer Prämie entschieden haben. Begründet wird das unter anderem damit, dass die Firmen aufgrund steigender Kosten selbst mit der wirtschaftlichen Situation zu kämpfen haben.