3000 Geschäfte betroffen: Nächster großer Schuhhändler ist pleite

Eine Frau steht vor einem geschlossenen Geschäft und schaut in das leere Schaufenster. Sie hat dem Fotografen den Rücken zugekehrt. Der Laden ist wahrscheinlich für immer geschlossen und in Konkurs.
Symbolbild © istockphoto/Spitzt-Foto

Nachdem die Schuhhändler Görtz und Salamander Insolvenz angemeldet haben, soll jetzt auch der Nächste aus der Schuhbranche pleite sein. Davon sollen 3000 Geschäfte und der Onlineshop betroffen sein.

Die Schuhhändler Görtz und Salamander bekommen leider Gesellschaft. Wie bekannt wurde, hat jetzt der nächste große Schuhhändler seine Pleite öffentlich gemacht. Betroffen sollen 3.000 Geschäfte sowie der Onlineshop sein.

Dieser Schuhriese ist insolvent

Ende des Jahres 2022 hat der renommierte Schuhhändler Görtz seine Insolvenz verkündet. Nun trifft es den nächsten Branchenriesen, der ebenfalls seine Pleite angemeldet haben soll. Ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung soll per Antrag beim zuständigen Amtsgericht eingegangen sein.

Die J.H. Pölking GmbH & Co. Kg aus Osnabrück ist ein Unternehmen, das ebenfalls mit Schuhen handelt. Von der Pleite sollen 3.000 Standorte sowie der hauseigene Onlineshop betroffen sein, heißt es in Medienberichten. Die Zahlungsunfähigkeit soll durch diverse Krisen hervorgerufen worden sein, mit denen das Unternehmen seit 2020 zu kämpfen hat.

Rückgänge verzeichnet

Wie es in den Medienberichten weiter heißt, soll es sich bei Pölking auch um einen Umsatz- und Ertragsrückgang gehandelt haben, der sich in den letzten Jahren deutlich bemerkbar gemacht haben soll. Der Konzern ist ein Schuhgroßhändler, der über 3.000 einzelne Schuhgeschäfte beliefert. Sowohl im In- als auch im Ausland erhalten die Filialen von Pölking ihre Waren.

Lesen Sie auch
Drastische Schritte: Bekannte Bank macht Hunderte Filialen dicht

Pölking wurde 1894 gegründet und kann daher auf eine umfangreiche und lange Firmenhistorie zurückblicken. Der Geschäftsbetrieb soll weiterhin fortgeführt werden, so wie es die Kunden bislang gewohnt sind, heißt es aus Reihen des Unternehmens. Auch bei den Gehältern für die Mitarbeiter soll es Entwarnung geben. Diese seien für drei Monate gesichert.

Weitere Marke betroffen

Neben dem Onlineshop von J.H. Pölking ist auch die Lemax shoe-fashion GmbH von der Pleite betroffen. Das Unternehmen zählt zum Konzern Pölking und betreibt 13 Filialen und mehrere Onlineshops. Auch hier sollen die Mitarbeitergehälter für die nächsten drei Monate gesichert sein.

Durch das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung möchte der Konzern eine Sanierung des Unternehmens erreichen. So hieß es vonseiten des Betriebes, es solle versucht werden, den Konzern „zukunfts- und wettbewerbsfähig neu aufzustellen“.