Görtz, Salamander: Schuhgeschäfte sterben in deutschen Städten aus

Schuhhaus Salamander.
Symbolbild © istockphoto/RobsonPL

Schuhgeschäfte wie Görtz, Salamander und Co. zählen zu den alteingesessenen Läden in Deutschland. Leider lässt sich mittlerweile beobachten, dass Schuhgeschäfte in deutschen Städten aussterben.

Görtz, Salamander und Co sind bekannte Schuhgeschäfte. In den vergangenen Monaten gab es jedoch gehäuft Berichte, dass diese Traditionsläden schließen müssen. Ganz offenbar sterben in deutschen Städten Schuhgeschäfte aus.

Innenstädte werden leerer

Immer mehr Schuhgeschäfte stehen wohl vor dem Aus. Zumindest lässt sich beobachten, dass zahlreiche traditionelle Läden aus diesem Segment in den vergangenen Wochen und Monaten Insolvenz anmelden mussten. So verschwinden immer mehr der klassischen Schuhläden aus den Innenstädten.

Gleichzeitig sieht man jedoch auch, dass Shops wie Deichmann oder Snipes immer mehr Filialen eröffnen. Es scheint so, als ob es den Traditionsherstellern schlechter ginge. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil Schuhe Lederwaren (BTE) Rolf Pangels erklärte, dass im Jahr 2022 etwa jedes zehnte Schuhgeschäft in Deutschland von einer Schließung betroffen war.

Vermehrtes Schuhgeschäftssterben

Laut dem Verband sollen insgesamt 1.500 Filialen im vergangenen Jahr geschlossen haben. Daraus lässt sich ableiten, dass mittlerweile deutschlandweit nur noch 10.000 Schuhgeschäfte in Betrieb sind. Seit Februar 2023 ist bekannt, dass von den 160 Görtz-Filialen etwa achtzig schließen müssen. Zudem benötigt das Unternehmen einen privaten Investor, um die noch übrigen Geschäfte weiter betreiben zu können.

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Als Hauptgrund für die schwierige Situation der Schuhgeschäfte wird vorwiegend die gestiegene Kaufzurückhaltung der Kundschaft genannt. Dies hätte zu stark rückläufigen Umsätzen geführt und somit eine Krise ausgelöst, so die Experten.

Die Gründe für das Aussterben der Läden

Ende 2022 wurde durch den Schuhhersteller Ara bekannt gegeben, dass die Unternehmen Salamander und Klauser, welche dessen Tochtergesellschaften sind, Insolvenz anmelden mussten. Laut Experten sei dies jedoch kein alleiniges Problem der Schuhbranche.

Allgemein sei ein Wandel im stationären Einzelhandel innerhalb der Städte zu beobachten. So spielten hier auch das digitale Zeitalter und die Verlagerung in den Onlinehandel eine tragende Rolle. Doch gibt es auch Berichte, aus denen hervorgeht, dass es nicht allen Schuhherstellern schlecht geht. Allerdings zeigt sich hier auch eine Tendenz hin in Richtung Massenproduktion und weg von handgefertigten Schuhen.