Bargeld-Aus droht in Deutschland – „Soll wohl eingestampft werden“

Bargeldeld abheben am Bankautomaten
Symbolbild © istockphoto/Richard Villalonundefined undefined

In Deutschland droht erneut ein Bargeld-Aus, oder zumindest eine Debatte darüber. Zwar zahlen immer mehr Menschen mit Karte oder Handy, doch sollte man deshalb ein Bezahlsystem komplett abschaffen? Kunden könnten dann einen wertvollen Service ersatzlos verlieren.

In einer zunehmend digitalisierten Welt gewinnt der Cash Back-Service im Einzelhandel immer mehr an Bedeutung. Kunden schätzen die Bequemlichkeit, während ihres Einkaufs im Supermarkt oder Discounter zusätzlich Bargeld abzuheben. Doch diese praktische Möglichkeit könnte bald durch Herausforderungen, denen die Händler gegenüberstehen, eingeschränkt werden. Droht in Deutschland an den Supermarktkassen ein Bargeld-Aus?

Beliebter Service, aber begrenzte Ressourcen

Immer mehr Verbraucher nutzen die Möglichkeit, Bargeld direkt beim Einkaufen im Supermarkt abzuheben, anstatt einen Geldautomaten aufzusuchen. Die Auszahlungen im Rahmen dieses Cash-Back-Services sind laut Handelsforschungsinstitut EHI im Jahr 2023 deutlich angestiegen. Ersten Schätzungen zufolge wurden anstelle 10,23 Milliarden aktuell 12,31 Milliarden in Bar ausgezahlt.

Dies führt jedoch zu einem Problem für die Lebensmittelhändler, da sie einen erheblichen Teil ihres Bargelds zurückzahlen müssen und möglicherweise nicht genügend Bargeldreserven in den Kassen haben, um dieser Nachfrage gerecht zu werden. Diese ist ein verständliches Problem, auf das nun die ersten Lebensmittelhändler reagieren wollen. Die Entscheidung dürfte einige Kunden aber leider verärgern.

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Herausforderungen und mögliche Auswirkungen

Der Trend zum kontaktlosen Bezahlen hat dazu geführt, dass der Cash-Back-Service im Einzelhandel immer beliebter wird. Kunden nutzen zum Bezahlen die Karten und lassen sich Geld auszahlen, was dazu führen könnte, dass Supermärkte Schwierigkeiten haben, genügend Bargeldreserven für den Service bereitzuhalten. Dies könnte eine zusätzliche finanzielle Belastung für die Händler darstellen, da sie Gebühren an die Banken zahlen müssen und besonders in ländlichen Gebieten, wo Geldautomaten knapp sind, könnte dies sogar zum Ende des Cash-Back-Services führen.

Während die Banken daran interessiert sind, den Service aufrechtzuerhalten, um Kosten für Geldautomaten zu sparen, müssen sie möglicherweise alternative Lösungen finden, um die Bargeldversorgung sicherzustellen. Supermärkte stehen vor der Herausforderung, eine ausgewogene Balance zwischen der Bereitstellung von Bargeldservices und den damit verbundenen Kosten zu finden, um die Bedürfnisse ihrer Kunden zu erfüllen.