Bedrohung: Ungeziefer breitet sich millionenfach im Bodensee aus

Ein Restaurant in der Altstadt in der Schweiz. Im Hintergrund ist ein Schloss zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Julien Viry

Eine neue Bedrohung breitet sich aus, denn ein bestimmtes Ungeziefer ist nun millionenfach im Bodensee zu finden. Diese rasante Ausbreitung ist eine große ökologische Herausforderung.

Am Bodensee gibt es gerade eine echt beunruhigende Situation, denn bestimmtes Ungeziefer breitet sich dort millionenfach aus. Eine fremde Tierart vermehrt sich wahnsinnig schnell in dem Gewässer, und Experten prophezeien, dass diese Kreatur bald alles dominieren könnte.

Plage breitet sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus

In der Nähe von Bregenz, Lindau und Konstanz breitet sich ein unerwünschtes Ungeziefer aus, das die Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz besorgt macht. Diese Naturkraft zeigt sich als Quagga-Muschel – eine Muschelart, die sich rasant im Bodensee vermehrt und eine ernsthafte Gefahr für das natürliche Gleichgewicht darstellt. Experten von den Universitäten Genf und Konstanz sowie dem Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag haben in einer neuen Studie Alarm geschlagen. Sie sagen voraus, dass die Quagga-Muschel bald den Bodensee beherrschen könnte. Ursprünglich beheimatet im Schwarzen Meer, breitet sich diese Muschel nun ungehindert im Bodensee aus, weit weg von ihrem natürlichen Lebensraum.

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20-fache Anzahl der Muscheln nach nur 22 Jahren

Die Forscher sagen voraus, dass die Anzahl der Muscheln drastisch zunehmen wird, und zwar um das Neun- bis Zwanzig-Fache in nur 22 Jahren. Diese Ausbreitung hat nicht nur Folgen für die Natur, sondern gefährdet auch die Wasserversorgung der umliegenden Gegenden. Besonders beunruhigend ist, dass die Quagga-Muschel tief in die Gewässer eindringen kann, bis hin zu den Stellen, wo das Trinkwasser entnommen wird. Das ist nicht nur eine potenzielle Bedrohung für die Wasseraufbereitungssysteme, sondern verändert auch maßgeblich die Verteilung von Nährstoffen in diesen Gebieten.

Vor diesem alarmierenden Hintergrund müssen Wasseraufbereitungsanlagen wie die BWV (Bodensee-Wasserversorgung) sofort handeln. Sie planen den Ausbau eines neuen Wasseraufbereitungswerks, das mit speziellen Filtern ausgestattet ist, um die Muschellarven aus dem Wasser zu filtern. Allerdings wird dieses Projekt enorme Kosten von etwa 4,5 Milliarden Euro verursachen. Experten und Behörden arbeiten mit Hochdruck an Lösungen, um dieser Bedrohung Einhalt zu gebieten.