Bosch plant wohl weiteren radikalen Stellenabbau in Deutschland

Zentrale vom Hersteller Bosch mit Logo
Symbolbild © istockphoto/Daniel Kloe

Das Unternehmen Bosch hat Pläne für einen starken Stellenabbau in Deutschland. Mindestens 1.500 Arbeitsplätze sollen bis zum Jahr 2024 wegfallen. Viele Mitarbeiter machen sich Sorgen um ihren Job.

Bosch plant erneut einen Stellenabbau in Deutschland und sorgt damit für Unruhe in der Arbeitswelt. Doch was steckt hinter diesem starken Einschnitt? Das Unternehmen, bekannt als führender Zulieferer für die Autoindustrie, hat kürzlich bekannt gegeben, dass bis 2024 mindestens 1.500 Arbeitsplätze in Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen wegfallen sollen. Die Zukunft der Angestellten ist unsicher.

Weniger Arbeiter in der Produktion von Benzinmotoren

Die Verschiebung hin zur E-Mobilität steht in der Automobilbranche derzeit im Fokus. Stefan Hartung, CEO von Bosch, hebt hervor, dass das Unternehmen sich akutell auf elektrische Antriebe und andere E-Mobilitätsbereiche konzentriert. Dieser Schritt hat direkte Auswirkungen auf die Jobs in der herkömmlichen Autoindustrie. Die Veränderungen im Bereich Mobilität bedeuten nämlich, dass Bosch weniger Mitarbeiter für die Produktion von Teilen für Benzinmotoren benötigt. Hartung betont, dass es wichtig sei, in Bereichen, die von dieser Veränderung betroffen seien, Arbeitsplätze zu reduzieren. Er argumentiert, dass es keinen Sinn mehr ergebe, viele Entwickler für Benzinmotoren zu beschäftigen, da in Europa das Ende dieser Technologie bis 2035 beschlossen sei.

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Stellenabbau beim ältesten und größten Bosch-Standort

Die Veränderungen haben große Auswirkungen auf Unternehmen wie Bosch und andere Lieferanten, die bislang vor allem mit Verbrennungsmotoren gearbeitet haben. Hartung betont, dass die Situation anspruchsvoller sei als gedacht und daher eine Reaktion erforderlich sei. Dennoch bekräftigt er die Vereinbarung mit der IG Metall, die bis 2027 betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Der geplante Arbeitsplatzabbau werde unter Berücksichtigung sozialer Verantwortung durchgeführt, hebt er hervor.

Feuerbach, als ältester und größter Standort, bleibt für Bosch wichtig, obwohl auch dort Anpassungen notwendig sind. Andere Schwergewichte in der Automobilbranche wie ZF Friedrichshafen und Continental stehen ebenfalls vor ähnlichen Herausforderungen aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen im Mobilitätssektor. Das genaue Ausmaß und die Folgen von dem Stellenabbau bei Bosch werden sich erst mit der Zeit offenbaren.