Bußgelder drohen: Hundehalter müssen neue Regeln beachten

Ein Mann geht mit fünf Hunden, unterschiedlicher Rasse und Größe an der Leine spazieren. Die Hunde gehen ordentlich und befinden sich in einem Park. Bänke stehen am Wegesrand bereit.
Symbolbild © istockphoto/Christine McCann

Mit diesen Bußgeldern kann es für Hundehalter teuer werden, denn mit bestimmten Regeln gehen auch Pflichten einher. Wer sich daran nicht hält oder versucht, das Gesetz zu umgehen, dem drohen saftige Strafen.

Hunde sind äußerst beliebte Haustiere in Deutschland. Was jedoch viele unterschätzen, sind die Bußgelder, die Hundehalter bezahlen müssen, wenn sie die Regeln rund um die Hundehaltung nicht einhalten.

Achtung Bußgeldfalle: Hundehalter müssen ihre Pflichten kennen

Wenn ein neuer Hund einzieht, gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, um gut vorbereitet zu sein. Von der Anmeldung bis zur Versicherung gibt es zahlreiche Faktoren, die unbedingt erledigt werden müssen. Wer als Hundehalter seiner Pflicht nicht nachkommt, dem drohen hohe Bußgelder, denn die Regeln sind für alle wichtig.

Die Freude über den neuen tierischen Begleiter ist groß, aber schon bald steht die Anmeldung bei der zuständigen Gemeinde an. In Deutschland ist dies Pflicht. Hundehalter haben in der Regel zwei bis vier Wochen Zeit, um ihren Hund bei der Gemeinde- oder Stadtkasse anzumelden. Angaben wie Hunderasse, Alter, der Zeitpunkt des Einzugs und ob der Hund gechippt ist, sind erforderlich. Je nach Bundesland variiert die Höhe der Hundesteuer, insbesondere bei sogenannten Listenhunden.

Weitere wichtige Regeln für Hundehalter

Wer mit seinem Hund ins Ausland reisen möchte, muss diesen vorher rechtzeitig chippen lassen. Ein Mikrochip, der vom Tierarzt unter die Haut implantiert wird, macht den Hund eindeutig identifizierbar. Zusätzlich raten Experten, den Hund bei einem Haustierregister wie Tasso oder Findefix registrieren zu lassen. Eine allgemeine Chip-Pflicht gibt es nicht überall, sie variiert je nach Bundesland. Für einige Hunderassen, die als gefährlich eingestuft werden, ist die Registrierung jedoch vorgeschrieben.

Einige Rassen gelten als Listenhunde oder Kampfhunde. Für sie gelten spezielle Auflagen. Diese Listen variieren je nach Bundesland. Zu den häufig gelisteten Rassen gehören American Staffordshire Terrier, Dogo Argentino und Rottweiler. Halter solcher Hunde müssen oft besondere Anforderungen erfüllen, wie einen Wesenstest des Hundes, ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Sachkundebescheinigung. Eine Haftpflichtversicherung ist für diese Hunde in vielen Bundesländern Pflicht.

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Haftpflichtversicherung und weitere Pflichten

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist in einigen Bundesländern Pflicht, insbesondere für große oder als gefährlich eingestufte Hunde. Aber auch wenn keine gesetzliche Pflicht besteht, ist eine solche Versicherung sinnvoll. Sie schützt den Halter vor den finanziellen Folgen, wenn der Hund Schäden verursacht. Dies können Bisse, Sachschäden oder Verkehrsunfälle sein. Besonders teuer können Schäden werden, wenn Personen verletzt werden und langfristige Folgen wie Erwerbsminderung entstehen. Eine umfassende Hundehaftpflichtversicherung sollte folgende Punkte abdecken:

  • Pauschal 10 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden.
  • Versicherungsschutz auch bei Verstößen gegen Leinen- oder Maulkorbpflicht.
  • Schäden, die entstehen, wenn jemand anderes auf den Hund aufpasst.
  • Auslandsschutz innerhalb der EU sowie weltweit.
  • Schäden an gemieteten Immobilien bis zu 500.000 Euro.
  • Deckschäden, falls ein Rüde unerwünscht Nachwuchs zeugt.
  • Mitversicherung des Nachwuchses für mindestens sechs Monate.

Beitragshöhe und Auswahl der Versicherung

Die Kosten für eine Hundehaftpflichtversicherung können je nach Anbieter und Leistungsumfang verschieden hoch ausfallen. Beiträge beginnen bei etwa sechs Euro pro Monat. Für Listenhunde oder als gefährlich eingestufte Hunde können die Beiträge höher sein. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen und sich vor dem Abschluss gut zu informieren.

Gut vorbereitet zu sein, wenn ein Hund einzieht, schützt nicht nur den neuen Begleiter, sondern auch den Halter selbst vor unangenehmen Überraschungen. Von der Anmeldung bis zur Haftpflichtversicherung gibt es viele wichtige Schritte, die helfen, die Freude am neuen Haustier zu bewahren und gleichzeitig für Sicherheit zu sorgen.