Deutscher Großkonzern insolvent – „12 Standorte und 700 Arbeiter“

Riesige Lagerhallen eines großen Konzerns. Mehrere Hallen stehen hier nebeneinander, davor LKWs und Autos. In den Hallen arbeiten die Mitarbeiter vielleicht auch im Schichtsystem. Davor befindet sich ein Parkplatz.
Symbolbild © istockphoto/xijian

Wieder ist ein deutscher Großkonzern insolvent. Das Unternehmen scheint tief in der Krise zu stecken, insgesamt 700 Mitarbeiter sind betroffen. Die Kosten für das Material und das Personal sind wohl eine der Ursachen.

Der Glasfaserausbau in ganz Deutschland ist auf dem Vormarsch, da verwundert es schon, dass immer wieder Unternehmen, die eigentlich mit öffentlichen Aufgaben betraut sind, Insolvenz anmelden müssen. Doch auch jetzt ist wieder ein Großkonzern insolvent.

Deutscher Großkonzern insolvent – wichtig für den Ausbau in Deutschland

Eigentlich arbeitet das Unternehmen eng mit der Telekom und der Deutschen Glasfaser zusammen. Doch nun die erschütternde Nachricht: Der deutsche Großkonzern ist zahlungsunfähig. Rechtsanwalt Silvio Höfer hat das Amt des Insolvenzverwalters für die Soli Infratechnik GmbH übernommen. Ganz überraschend kam dieser Schritt allerdings nicht, denn bereits im vergangenen Jahr hatte es einen Sanierungsversuch gegeben.

Der Umsatz des Unternehmens lag im vergangenen Jahr bei 135,5 Millionen Euro. Der deutsche Großkonzern beschäftigt 700 Mitarbeiter. In Deutschland gibt es zwölf Standorte. Gerade für die Verlegung und den Anschluss von Glasfaserkabeln in Deutschland stellt das Unternehmen also eine gewisse Größe dar. Dennoch ist die Soli Infratechnik GmbH nun in eine Art wirtschaftliche Schieflage geraten und sucht nach Investoren.

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Massive Probleme verschärfen die Situation: Insolventer Großkonzern

Grund seien Probleme bei der Fertigstellung laufender Projekte, heißt es von Unternehmensseite. Dies habe immer wieder zu finanziellen Schwierigkeiten geführt. Auch die Lieferkette sei in diesem Zusammenhang eine wichtige Ursache. Die Personalkosten seien ebenso gestiegen wie die Materialkosten. Die Inflation trage zur drohenden Insolvenz bei.

Jetzt geht es erst einmal darum, eine Lösung für die Finanzierung und den Fortbestand zu finden. Schließlich will man das Geschäft bei der Soli Infratechnik GmbH auch in Zukunft aufrechterhalten und wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren. Investoren könnten eine mögliche Rettung für das Unternehmen darstellen. Nun heißt es abwarten und Daumen drücken, dass dieser deutsche Großkonzern wieder aus der Insolvenz herauskommt.