Erste Sperrzonen eingerichtet: Neues Virus breitet sich aktuell aus

Mehrere Männer von der Schadstoffbeseitigung in Schutzanzügen stehen in einem Wald auf einer Landstraße neben Tanklastern und versuchen, die Ausbreitung einer Seuche zu verhindern.
Symbolbild © istockphoto/BenDC

Eigentlich dachten wir, diese Zeiten seien vorbei. Doch nun breitet sich ein neues Virus aus, welches die Behörden dazu zwingt, die ersten Sperrzonen einzurichten. Was sagen die Experten dazu und müssen wir uns nun Sorgen machen?

Die Coronapandemie ist schon fast zwei Jahre her, doch offenbar sind wir immer noch nicht vollkommen sicher vor neuen Seuchen und Infektionen. Ein neues Virus breitet sich derzeit aus und die ersten Sperrzonen sind bereits eingerichtet. Österreich traf es dabei als Erstes. Was bedeutet das für uns in Deutschland, vor allem im Grenzgebiet?

Parainfluenzaviren auf dem Vormarsch in Österreich

Virologen warnen derzeit vor vermehrten Infektionen mit den sogenannten Parainfluenzaviren in Österreich. Diese Viren verursachen Atemwegsinfektionen und sind besonders gefährlich für Kleinkinder und immungeschwächte Personen. Da es keine Impfung gegen Parainfluenzaviren gibt, ist besondere Vorsicht geboten, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern. Die aktuellen Daten des österreichischen Sentinelsystems zeigen einen Anstieg von Infektionen mit Parainfluenzaviren im Vergleich zu Schnupfen- und Erkältungsviren.

Laut Virologin Judith Aberle von der MedUni Wien machen Parainfluenzaviren des Typs 3 verstärkt im Frühling die Runde und stellen eine bedeutende Ursache für Atemwegserkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern dar. 83 Proben seien im Sentinelsystem analysiert worden und 16 Prozent davon hätten Parainfluenzavieren angezeigt. Die steigenden Infektionszahlen lassen daher vermuten, dass sich die Situation in den nächsten Wochen noch verschärfen könnte, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen.

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Gefahren und Schutzmaßnahmen gegen Parainfluenzaviren

Parainfluenzaviren können schwerwiegende Atemwegserkrankungen wie Pneumonie und Bronchiolitis verursachen, insbesondere bei Säuglingen und immungeschwächten Personen. Da es bisher keine Impfung gegen diese Viren gibt, liegt der Fokus auf präventiven Maßnahmen wie dem Vermeiden von Kontakt mit Infizierten.

Besonders Eltern von Kleinkindern sollten achtsam sein und mögliche Anzeichen einer Infektion ernst nehmen, um rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Kinder unter zwei Jahren, also Babys und Säuglinge, sind besonders gefährdet. Sie sollten auf keinen Fall einer möglichen Gefahrensituation mit dem Virus ausgesetzt werden. Schwere Atemwegserkrankungen können außerdem auch bei älteren Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem auftreten. Schützen können sich alle lediglich durch Vermeidung des Kontakts zu Infizierten. Also sind wieder einmal Abstandsregeln der beste Schutz.