„Es breitet sich aus“: Lebensgefahr droht für Touristen an Ostsee

An einem Strand der Ostsee stehen zahlreiche Strandkörbe auf dem Sand. Dahinter liegt das Meer und der weite Horizont mit vereinzelt dünnen Wolken.
Symbolbild © istockphoto/TG23

Touristen sind nicht mehr sicher. Für Badegäste an der Ostsee besteht zurzeit akute Lebensgefahr. So kann man sich schützen.

Hier sollte man es dieser Tage dringlichst vermeiden, ins Wasser zu gehen. Berichte über die ersten Todesopfer sind bereits bestätigt. Der Grund: Gefährliche Keime im Wasser sorgen an der Ostsee für Lebensgefahr. Wie verhält man sich jetzt am besten?

Lebensgefahr an der Ostsee

Ein Spätsommerurlaub an der Ostsee kann so malerisch sein. Allein die Sonnenuntergänge wirken hier bereits paradiesisch. Aber dann kommt leider alles anders. Vibrionen im Wasser sorgen für schlimme Infektionen, die bis zum Tod führen können. In Mecklenburg-Vorpommern gab es in diesem Jahr zwar bislang nur zwei Berichte über Infektionen, eine davon endete jedoch tödlich. Ein Mann starb vorgestern an den Auswirkungen der Vibrionen.

Vibrionen sind eine Gruppe von Bakterien, die beim Menschen Krankheiten verursachen können. Wer mit offenen Wunden badet, geht dabei ein vermeidbares Risiko ein. Aber woher kommen die Vibrionen auf einmal und wieso ist die Gefahr plötzlich so akut?

Schuld ist der Klimawandel

Das Problem ist einmal mehr der Klimawandel. Denn Vibrionen breiten sich vor allem in warmen Gewässern aus. Somit ist ihr Aufkommen auch in unseren heimischen Seen und Meeren in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen, sodass ein Urlaub an der Ostsee nun Lebensgefahr bedeutet. 86 Infektionen sind in Mecklenburg-Vorpommern seit 2003 verbucht worden – und die Tendenz ist steigend. Zehn Menschen davon mussten ihre Infektion mit dem Leben bezahlen.

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Tödliche Keime im Wasser

Bei den Todesopfern handelte es sich stets um Menschen, die bereits an einer Vorerkrankung litten. Dennoch ist die Gefahr durch Vibrionen so hoch wie noch nie, denn ihre Konzentration im Wasser erhöht sich weiter. Die erste Regel lautet daher, dass man niemals mit einer offenen Wunde ins Wasser gehen sollte. Denn so infiziert man sich im Nu. Meeresfrüchte aus den gefährdeten Gebieten müssen außerdem allesamt vor dem Verzehr gut durchgegart werden. Nur so wird man die gefährlichen Keime los.

Menschen, deren Immunsystem bereits geschwächt ist, sollten möglichst ganz auf das Baden in der Ostsee verzichten. Ebenfalls ist Hygiene das A und O bei der Vermeidung von Infektionen. Regelmäßiges Händewaschen ist dabei unverzichtbar. Wer vorsichtig ist und die Regeln beachtet, hat eigentlich nichts zu befürchten. Trotzdem bleibt die Vorstellung der Vibrionen im Wasser leider weiterhin eklig und trübt das Badevergnügen.