Falsch zubereitet: Diese Lebensmittel sind giftig – auch Zucchini dabei

Lebensmittel können giftig sein, wenn man sie falsch zubereitet.
Symbolbild © istockphoto/Julia Gomina

Viele Lebensmittel können giftig sein, wenn man sie falsch zubereitet. Und das betrifft nicht nur unbekannte Exoten. Auch Zucchini können richtig schädlich werden.

Neulich kam es zu einer schrecklichen Verwechslung bei Lidl, als der Discounter seinen Kunden eine Giftpflanze verkauft hatte. Aber auch normale Lebensmittel können giftig sein – in einigen Fällen sogar tödlich. Darunter fallen auch heimische Gemüsesorten. Wir zeigen, wo besondere Vorsicht geboten ist.

Bei einer Zucchini würde man nicht erwarten, dass man etwas falsch machen kann. Ja, roh schmeckt sie nicht so gut wie gebraten. Aber wer denkt daran, dass sie richtig giftig sein kann, wenn sie falsch zubereitet ist? Vor allem, wenn sie für andere oder gar die eigenen Kinder gekocht wird, muss man unbedingt Bescheid wissen, bei welchen alltäglich Lebensmitteln wie Gemüse Vorsicht geboten ist.

Schädliches Pflanzengift

Ganz oben auf unserer Liste der Gemüsesorten, die gefährlich sein und Menschen krank machen können, sind solche, die Solanin produzieren. Das ist ein Pflanzengift. Hierzu zählen Tomaten, Auberginen und Kartoffeln. Sie alle sind  Nachtschattengewächse. Das Solanin produzieren sie im Rahmen ihres Abwehrmechanismus gegen Schädlinge und Fressfeinde. Zu häufiger Solanin-Konsum kann sogar krank machen. In kleinen Dosen ist das Gift jedoch unbedenklich. Aber die grünen Stellen auf den Kartoffeln – hier sitzt das Solanin – müssen weggeschnitten werden. Zu viel Solanin führt zu Magen-Darm-Beschwerden und Kopfschmerzen. Außer dem Entfernen der grünen Stellen, müssen die Kartoffeln auch stets gekocht sein.

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Magen-, Atembeschwerden und Kopfschmerzen

Tomaten sollte man erst essen, wenn sie auch wirklich reif sind. Ein zu bitterer Geschmack ist ein gutes Warnsignal für Unreife. Das Blattgrün von Rhabarber ist ein weiteres Beispiel. Hier steckt das Gift Oxalsäure drin, welches zu Magen- und Atembeschwerden führt.

Im Ausland gibt es spezielle Delikatessen, die den Menschen nach einem Bissen töten können: So zum Beispiel die jamaikanische Akee-Frucht, die eigentlich essbar ist, wohingegen ihre Schale und Kerne einen Menschen umbringen können. Hierzulande gilt, dass auch Bohnen immer gekocht werden müssen. Eine rohe Bohne tötet nicht, schädigt aber den Darm.

Kartoffeln, Bohnen und Zucchini

Auch Zucchini und Melonen können gefährlich sein. Beides sind Kürbisgewächse, die Cucurbitacine produzieren. In den kommerziell gezüchteten Kürbisgewächsen ist der Gehalt der Cucurbitacine (Nervengifte), anders als bei wild gesammelten, so gut wie unbedenklich. Generell ist es wichtig, die Zucchini immer zu waschen und die Enden abzuschneiden. Wenn einem die Schale zu bitter erscheint, muss sie entfernt werden. Denn dann könnte zu viel des Nervengifts enthalten sein.