„Für alle Touristen“: Erste Großstadt führt Fotografierverbot ein

Ein Mann fotografiert 2 lachende Frauen bei einem Fotoshooting auf einer Brücke vor einer pittoresken Stadtkulisse im Sonnenschein.
Symbolbild © istockphoto/william87

Schnappschüsse an beliebten Touri-Attraktionen und Sehenswürdigkeiten zu machen, gehört im Urlaub einfach dazu. Doch nun führt die erste europäische Großstadt für Touristen ein strenges Fotografierverbot ein. An diesem Touri-Hotspot sollte man also besonders vorsichtig sein. Mit dem sonnigen und warmen Wetter steigt nämlich auch die Wahrscheinlichkeit für Hagel und Unwetter.

Die Sagrada Família in Barcelona, ein architektonisches Meisterwerk und Wahrzeichen der Stadt, zieht Touristen aus aller Welt an. Doch ein TikTok-Trend, bei dem Besucher Selfie-Videos vor der Kirche machen, hat bei den Behörden für Kopfschmerzen gesorgt. Lange Warteschlangen aufgrund des Fotoansturms erzürnen zunehmend die Gemüter in der katalanischen Metropole. Deshalb führt Barcelona als erste Großstadt jetzt für Touristen ein Fotografierverbot an diesem denkwürdigen Ort ein.

Verkehrsstörungen und Sicherheitsbedenken

Bei einem neusten TikTok-Trend platzieren die Nutzer ihr Smartphone auf einer Stufe der Rolltreppe vor der berühmten Sagrada Família, um ein Selfie-Video aufzunehmen, während sie nach oben fährt und die beeindruckenden Türme im Hintergrund erscheinen. Was als unschuldiger Trend begann, entwickelte sich schnell zu einem Problem für die Stadt Barcelona.

Die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs berichteten über lange Warteschlangen und sogar teilweise einer Blockierung der Rolltreppen, welche den Durchlaufverkehr erheblich behinderte. Darüber sind natürlich auch die „normalen Besucher“ der Großstadt verärgert, die einfach ein schönes Bauwerk genießen wollen. Ganz zu schweigen von den Nachbarn. Die zunehmende Anzahl von Nachahmern verstärkte dieses Ärgernis weiter. Die Situation wurde sogar so ernst, dass die Stadt gezwungen war, Maßnahmen zu ergreifen.

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Einführung eines Verbots und Sicherheitsmaßnahmen

Um die Probleme anzugehen, hat die Großstadt Barcelona Anfang April ein Fotografierverbot für Touristen erlassen. Speziell gilt dieses für das Fotografieren und Filmen auf den Rolltreppen vor der Sagrada Família. Man stellte Schilder auf, welche die Besucher auf die „Einklemmgefahr“ hinweisen und das Fotografieren und Filmen untersagen. Zusätzlich wurden Sicherheitskräfte eingesetzt, um sicherzustellen, dass das Verbot eingehalten wird.

Obwohl bisher keine schwerwiegenden Unfälle gemeldet wurden, bleiben die Sicherheitsbedenken bestehen. Die Stadt will da verständlicherweise kein Risiko eingehen. Einige Besucher sehen das Verbot offenbar als Herausforderung. Junge Urlauber versuchen sich einfach nach der Aufnahme vor dem Sicherheitspersonal zu verstecken – mit eher mäßigem Erfolg. Dennoch bleibt die Stadt weiterhin entschlossen, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und potenzielle Risiken zu minimieren. Ein Fotografierverbot soll langfristig einen entspannten und schönen Aufenthalt für alle Besucher Barcelonas garantieren.