Für Millionen Kunden: Sparkasse plant wohl drastische Änderung

Eine Sparkassenfiliale von außen.
Symbolbild © istockphoto/Wirestock

Immer mehr Kunden beschweren sich über das Konzept der Sparkasse und fordern eine Änderung. Die Zinsen für Erspartes sind niedrig, während immer mehr Filialen geschlossen werden.

Kunden der Sparkasse fordern eine klare Änderung, denn sie wollen das ausgedünnte Filialnetz und Nullzinsen bei immer höheren Gebühren nicht hinnehmen. Verbraucherzentralen setzen sich jetzt dafür ein, neue Bedingungen gesetzlich festlegen zu lassen.

Sparkasse in der Kritik

Kunden der Sparkasse erfreuten sich bisher an einem stark ausgebauten Filialnetz, das ihnen überall Zugang zu ihrer Bank ermöglicht. Jetzt beschweren sie sich immer öfter über ihre Bank, denn es werden zunehmend Filialen geschlossen. Zudem erhöhen sich die Gebühren für die Kunden, während es kaum Zinsen auf das ersparte Geld gibt. Das Zusammenspiel aus steigenden Kosten, Niedrigzinsen und weniger Leistung sorgt daher aktuell vermehrt für Kritik am Sparkassen-Konzept.

Während der Leitzins angehoben wurde, hält die Sparkasse an Nullzinsen auf die Tagesgeldkonten der Kunden fest. Auf eine Änderung der Bedingungen warten Kunden vergeblich. Freuten sie sich bislang noch, dass sie ohne Probleme überall einen Geldautomaten der Sparkasse finden konnten, wird es zunehmend schwieriger, Bargeld abzuheben. Vor allem auf dem Land ärgern sich die Menschen über abgeschaffte Geldautomaten und weniger Filialen.

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Verbraucherschützer machen sich stark

Medien zufolge nehmen die Verbraucherzentralen aus Bayern, Brandenburg und Hessen die Umstände jetzt als Anlass, um sich für Sparkasse-Kunden einzusetzen. Sie fordern eine klare Änderung und wollen bessere Bedingungen gesetzlich festlegen lassen. Unter anderem fordern Verbraucherschützer ein flächendeckendes Filial- und Geldautomatennetz. Dazu kommt die Forderung nach Zinsen auf Erspartes, denn ist gesetzlich festgehalten, dass die Sparkasse den Auftrag hat, das Sparen zu fördern.

Die Verbraucherzentralen stellen sich eine gesetzlich festgehaltene Mindestanzahl an Filialen und Geldautomaten der Sparkasse vor, um Kunden überall dort das Bankgeschäft zu ermöglichen, wo sie sich aufhalten. Eine mögliche Änderung wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres bei den Landtagswahlen in Hessen, Bayern sowie Brandenburg besprochen. Wenn es gut läuft, entscheidet sich die gewählte Landespolitik dafür, die Forderungen der Verbraucherschützer zu unterstützen und sie gesetzlich zu verankern.