Gas-Krise: Erstes abgeschaltetes Kohlekraftwerk wieder in Betrieb

ARCHIV - Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Das erste Kohlekraftwerk ist zurück. Der Grund ist ganz einfach, die Gas-Krise ist daran schuld. So sollen eine halbe Million Haushalt versorgt werden können.

Durch die Gas-Krise steht nun die Inbetriebnahme des ersten Steinkohlekraftwerks wieder an. Es geht wieder zurück ins Netz.

500.000 Haushalte profitieren

Von der erneuten Aktivierung des Kohlekraftwerks können bis zu 500.000 Millionen Haushalte profitieren. Durch das Kraftwerk können eine halbe Million Haushalte versorgt werden. Ein wichtiger Schritt, denn durch einen Gas-Stopp könnte schnell ein massiver Versorgungsengpass entstehen.

Durch die Gas-Krise wurde es nun nötig, dass Kohlekraftwerke wieder ins Netz zurück genommen werden. Diese dürfen jetzt aufgrund der Krise wieder Strom produzieren. Dies soll auch dazu führen, dass die Stromversorgung deutlich mehr unabhängiger vom Gas wird.

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Neustart steht kurz bevor

Das Kraftwerk Mehrum, ein Steinkohlekraftwerk steht kurz vor seinen Neustart. Das Werk steht im niedersächsischen Hohenhameln. Es gehört dem tschechischen Energiekonzern EPH. Bislang soll das Werk der einzige Restart eines Kraftwerkes darstellen.

Der Bundesnetzagentur liegen derzeit keine weiteren Rückanmeldungen vor. Zum 14. Juli wurde eine Regelung erlassen, die es Steinkohlekraftwerken, die sich in der Netzreserve befinden, wieder ans Netz gehen können.

Kohle statt Gas

Um Erdgas einzusparen, sollen so die benötigten Strommengen über Kohle erzeugt werden. Politiker und Experten warnen bereits vor einer großen Energie-Krise, die sich vor allen Dingen im Winter deutlich bemerkbar machen kann.

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Daher ist es nun wichtig, die Energiespeicher so zu füllen, dass es nicht zu einem Mangel oder massiven Lücken in der Versorgung kommen kann. Die Kohlekraftwerke können also wieder in Betrieb genommen werden. Es könnte also gut sein, dass noch weitere Werke folgen.