„Kahlschlag droht“: Traditionsmarke Playmobil mitten in der Krise

Verschiedene Playmobil Spielwaren-Packungen stehen in einem Regal. Davor steht ein Schild mit der Aufschrift "Sale". Die Playmobil-Figuren mit Zubehör scheinen im Angebot zu sein.
Symbolbild © imago/snowfieldphotography

Die bekannte Traditionsmarke Playmobil steckt in einer Krise, da der Umsatz im letzten Geschäftsjahr stark gesunken ist. Anscheinend treffen die kleinen Figuren den aktuellen Zeitgeist nicht mehr.

Ein einst führender Akteur im Spielzeuggeschäft kämpft derzeit mit starken Umsatzeinbußen. Die Traditionsmarke Playmobil, welche das Herzstück der fränkischen Horst Brandstätter Group ist, erlebt aktuell eine ernste Krise. Trotz des diesjährigen 50. Jubiläums der Marke gibt es keinen Grund zum Feiern, da die aktuellen Verkaufszahlen enttäuschend sind.

Niedriger Umsatz zum 50. Jubiläum von Playmobil

Unter dem Motto „Aufbruch in die Zukunft“ hatte sich Playmobil-CEO Bahri Kurter zum Ziel gesetzt, das Unternehmen aus seiner aktuellen schwierigen Phase herauszuführen. Doch die kürzlich veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2023/24 zeigen einen alarmierenden Trend: Der Umsatz ist um beachtliche 81 Millionen Euro gesunken. Innerhalb von nur zwei Jahren verzeichnet Playmobil einen Umsatzrückgang um ein Drittel, eine Entwicklung, die selbst Branchenkenner überrascht. Ein Unternehmenssprecher gab vage an, dass Playmobil den Geschmack der Käufer nicht mehr treffe. Dies deutet darauf hin, dass die Marke mit ihren traditionellen Spielsets möglicherweise nicht mehr den aktuellen Zeitgeist trifft. Trotz Bemühungen, durch neue Produkte, Partnerschaften und Innovationen gegenzusteuern, scheint der Weg aus der Krise steinig zu sein.

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Krise wegen steigender Kosten und schwacher Wirtschaftslage

Im vergangenen Jahr musste die Firma harte Maßnahmen ergreifen, wie die Entlassung von rund 700 Mitarbeitern weltweit. Trotz dieser Schritte konnte der Negativtrend nicht gestoppt werden. Die Horst Brandstätter Group führt die schwierige Situation auf verschiedene Gründe zurück, darunter eine schwache Wirtschaftslage, steigende Kosten und eine allgemeine Zurückhaltung beim Einkaufen.

Doch Playmobil gibt nicht auf und versucht, durch neue Strategien und Produkte eine Wende herbeizuführen. Mit der Einführung der „Minime“-Serie und der Gestaltung von Prominenten als Playmobil-Figuren, wie etwa dem großen Erfolg mit Martin Luther, versucht das Unternehmen, wieder auf die Beine zu kommen. Trotz des düsteren Rückblicks auf das vergangene Geschäftsjahr gibt es Hoffnung für die Zukunft. Playmobil ist zuversichtlich und plant weitere Produktneuheiten sowie bedeutende Kooperationen, um aus der Krise zu kommen.