Klimaschutz: Windräder sollen künftig näher an Wohngebiete

Windräder in der Nähe der Autobahn
Symbolbild © istockphoto/KChodorowski

Vielen Anwohnern dürfte das nicht gefallen: Windräder dürfen zukünftig näher an Wohngebieten aufgestellt werden.

Windräder sind wichtig für den Klimaschutz. Denn sie produzieren Energie mithilfe einer Ressource, die nie ausgehen wird. Aus diesem Grund gibt es inzwischen auch immer mehr der Räder überall in Deutschland. Bisher gab es jedoch die Bedingung, sie nicht in der Nähe von Wohngebieten aufzustellen. Das soll sich nun ändern.

Mindestabstand muss nicht mehr eingehalten werden

So wichtig Windräder für die Gewinnung von grüner Energie sind, so störend sind sie auch in den Landschaften. Aus diesem Grund galt bislang im Bundesland Nordrhein-Westfalen, dass die Windenergieanlagen einen Mindestabstand von 1.000 Metern zu Wohnsiedlungen haben mussten. Doch nun dürfen die Windräder offenbar näher an Dörfer und Städte heranrücken.

Das geht aus dem Entwurf für ein Gesetz der Regierungsfraktion hervor. Die CDU und die Grünen stimmten namentlich ab, dass die Windräder jetzt auch näher an Siedlungen aufgestellt werden dürfen. Mit 148 von 170 Stimmen wurde der Gesetzentwurf beschlossen. Auch die SPD schloss sich dem Vorschlag an. Lediglich die AfD und die FDP sprach sich gegen den Entwurf aus.

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Nordrhein-Westfalen soll grüner werden

Damit ist Nordrhein-Westfalen nun neben Sachsen-Anhalt und dem Saarland eines der ersten Bundesländer in Deutschland, die keine Vorgaben mehr für den Abstand der Windräder zu Dörfern und Städten haben. In allen anderen Ländern der Bundesrepublik gelten noch bestimmte Regelungen, die den einzuhaltenden Abstand der Windräder zur nächsten Siedlung bestimmen. Die Vorgaben reichen dabei von mehreren Hundert Metern bis zu den genannten 1.000 Metern.

Nach Einschätzung des Landesverbandes können die Dörfer und Städte in Nordrhein-Westfalen dennoch aufatmen. Denn es gibt strenge Vorschriften beim Lärmschutz, sodass man die Windräder auch zukünftig weit genug entfernt von den Siedlungen bauen muss. Grund für den Wegfall der alten Regel ist der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien in Nordrhein-Westfalen. Die Windkraft soll dafür sorgen, dass das Bundesland insgesamt grüner wird.