Knappheit: Wasser soll erstmalig rationiert werden in Deutschland

Mann trägt Wasserbehälter.
Symbolbild © istockphoto/vinhdav

Der Sommer verspricht auch in diesem Jahr wieder richtig heiß zu werden. Und das bringt Probleme mit sich. So soll hierzulande das Wasser erstmalig rationiert werden. Das steckt dahinter.

In fast allen Teilen in der Bundesrepublik ist es derzeit erdrückend warm und trocken. Viele Bundesländer haben bereits die höchste Waldbrandwarnstufe ausgerufen. Ganz besonders die Landwirte leiden und fürchten um ihre Ernten. Nun soll auch noch das Wasser erstmalig rationiert werden.

Wasserbenutzung wird eingeschränkt

In Sachsen-Anhalt im Landkreis Stendal wurde jetzt angekündigt, dass das Wasser erstmalig rationiert werden soll. So soll das Wasser aus Brunnen und Seen zukünftig nicht einfach mehr so zur Nutzung zur Verfügung stehen. Auch die Landkreise Jerichower Land und Börde in Sachsen-Anhalt haben sich zusammengetan und planen ein ähnliches Vorgehen. So soll in circa zwei Wochen das Wasser erstmalig rationiert werden.

In Salzwedel, welches direkt neben dem Landkreis Stendal liegt, herrscht seit Beginn dieser Woche bereits ein striktes Wasserverbot. So ist es zwischen 10 und 19 Uhr untersagt, seine Gärten, Grünflächen oder Sportanlagen mit Wasser aus dem Brunnen zu gießen. Grund dafür ist das warme Wetter, welches das Wasser viel zu schnell wieder verdunsten lässt. Ganz besonders, wenn große Grün- und Rasenflächen bewässert werden müssen, ist diese Methode nicht sehr effektiv. Das Wasser wurde hier deshalb erstmalig rationiert.

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Auch Trinkwasser wird knapp

Auch in anderen Bundesländern und Landkreisen in Deutschland werden erste Stimmen laut, die fordern, dass das Wasser erstmalig rationiert werden soll. So soll am Rand von Berlin in Panketal ebenfalls kein Garten mehr zwischen 17 und 21 Uhr gesprengt oder bewässert werden. Und auch in Bayern in der Gemeinde Bad Königshofen gibt es seit mehreren Jahren ähnliche Verbote.

Unter Umständen könnte sogar das Trinkwasser knapp werden. Das zumindest kündigte Manja Schreiner, Umweltsenatorin, kürzlich in den Medien an. So seien akutell wohl Notfallpläne für diesen Fall in der Hauptstadt Berlin in Vorbereitung. Zurzeit sei die Versorgung mit genug Wasser allerdings noch gesichert. Das ließ immerhin der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft – kurz BDEW – verlauten.