Massive Neuerung beim Stromzähler: Millionen Haushalte betroffen

Ein Mann schaut sich mit einer Taschenlampe den Stromzähler an.
Symbolbild © istockphoto/AndreyPopov

Es gibt eine spannende Neuerung bezüglich der Stromzähler, die Millionen Haushalte in Deutschland betrifft. Diese neue Regelung könnte für die Bürger auch Kosten mit sich bringen.

Es gibt eine spannende Neuerung bezüglich der Stromzähler, die Millionen Haushalte in Deutschland betrifft. Bis zum Jahr 2032 ist geplant, flächendeckend intelligente Stromzähler, auch als Smart Meter bezeichnet, einzuführen. Der schrittweise Rollout startet bereits ab 2025 und betrifft Millionen von Haushalten. Die gesetzliche Grundlage für diesen einschneidenden Wandel wurde im letzten Jahr im Rahmen des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende geschaffen.

Smart Meter für Haushalte mit hohem Stromverbrauch

Ab 2025 können Verbraucher auf freiwilliger Basis einen intelligenten Stromzähler vom Messstellenbetreiber erhalten. Nach Beauftragung muss dieser innerhalb von vier Monaten den cleveren Stromzähler installieren. Es gibt jedoch auch Verpflichtungen: Haushalte mit einem Stromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden pro Jahr, Betreiber von Photovoltaikanlagen ab 7 Kilowatt Leistung und Anwender steuerbarer Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen müssen bis Ende 2025 in mindestens zwanzig Prozent der Fälle einen Smart Meter einsetzen.

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Der Mehrwert der smarten Zähler liegt in der digitalen Steuerung der Stromversorgung, vor allem im Kontext einer klimaneutralen Energieversorgung. Die präzisen Informationen zum Stromverbrauch, die alle 15 Minuten an den Messstellenbetreiber übermittelt werden, ermöglichen eine effiziente Nutzung von Strom, insbesondere wenn ab 2025 dynamische Tarife verpflichtend werden. Dies eröffnet den Verbrauchern die Option, ihren Stromverbrauch in kostengünstige Zeiten zu verschieben und somit Ausgaben zu reduzieren.

Bis zu tausend Euro für Anpassungen am Zählerkasten

Die Umstellung auf einen intelligenten Zähler ist jedoch nicht gratis. Während der verpflichtende Einbau keine Kosten mit sich bringt, könnte der freiwillige Einbau einmalige Gebühren von etwa 30 Euro nach sich ziehen. Bei erforderlichen Anpassungen am Zählerkasten könnten außerdem zusätzliche Aufwendungen entstehen, die sich auf mehrere Tausend Euro belaufen können. Positive Nachrichten für Mieter: Die Installationskosten übernimmt der Vermieter, und die jährlichen Betriebskosten sind auf 20 Euro begrenzt. Datenschutzfragen und Sicherheitsbedenken sind gesetzlich berücksichtigt. Die gesammelten Informationen müssen verschlüsselt, pseudonymisiert und ausschließlich an befugte Empfänger weitergeleitet werden.