Maßnahme: Riesige „Killer-Hornisse“ breitet sich in Deutschland aus

Nahaufnahme einer Hornisse
Symbolbild © imago/Pond5 Images

Lästig und manchmal sogar gefährlich sind im Frühling Bienen und Wespen. Eine besonders gefährliche Art einer Killer-Hornisse breitet sich eventuall bald auch in Deutschland aus. Nicht in Panik zu geraten, ist das Beste, was man tun kann. Doch wie sehen die Maßnahmen gegen diesen Eindringling aus?

Bisher galt Österreich als verschont von der Bedrohung durch die Asiatische Hornisse, einer invasiven Spezies, die bereits in anderen Teilen Europas aufgetaucht ist. Doch nun wurde erstmals ein Exemplar dieser gefährlichen Hornissen-Art in Deutschlands Nachbarland gesichtet. Die Behörden reagierten umgehend, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und das Risiko für die lokale Bienenpopulation und den Obstbau zu minimieren. Breitet sich die Killer-Hornisse bald vielleicht auch in Deutschland aus?

Erster Fund und Maßnahmen der Behörden

Am 9. April wurde eine einzelne Königin der Killer-Hornisse lebend in einem Krankenhauslabor in Salzburg gefangen. Dies markiert den ersten bekannten Fall der Asiatischen Hornisse in Österreich. Die örtlichen Behörden haben sofort reagiert und Maßnahmen ergriffen, um das potenzielle Risiko für die Zukunft zu minimieren.

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Auch die deutschen Behörden und Imker an der Grenze zum Salzburger Land wurden selbstverständlich informiert. In der Umgebung des Fundortes stellten die Behörden zudem Lockfallen auf. Diese sollen mögliche weitere Hornissen einfangen. Ein solches invasives Eindringen einer fremden Insektenart stellt immer eine Gefahr für die vorherrschende heimische Flora und Fauna dar.

Gefahren für Bienen und den Obstbau

Obwohl die Asiatische Hornisse für den Menschen nicht unmittelbar gefährlich ist, stellt sie eine erhebliche Bedrohung für die lokale Bienenpopulation dar. Und in Zeiten des Insekten-Artensterbens ist dies schon eine große Gefahr an sich. Denn die Killer-Hornisse hat eine Vorliebe für Honigbienen und könnte eine Kolonie gründen, die bis zu 80 Prozent ihrer Beute durch Bienen abdeckt.

Ein solches Szenario hätte schwerwiegende Folgen für die Imkerei und den Obst- und Gartenbau in der Region. Die Behörden sind daher besorgt und arbeiten daran, die Ausbreitung dieser invasiven Art zu verhindern. Ob die Hornissen-Art in diesem Sommer zurückkehren und sich weiter verbreiten könnte, kann man aktuell nicht vorhersagen.