Mehr Freizeit: Erste deutschen Konzerne führen 4-Tage-Woche ein

Arbeiter in Firma.
Symbolbild © istockphoto/industryview

Zahlreiche Angestellte erwähnen regelmäßig, dass sie sich mehr Erholung wünschen. Der Traum von mehr Freizeit könnte jetzt wahr werden, da derzeit einige Konzerne eine 4-Tage-Woche einführen.

In einigen Nachbarländern gibt es seit einiger Zeit eine 4-Tage-Woche für die Angestellten. Nun führen auch erste Unternehmen in Deutschland das Arbeitsmodell für ihre Arbeitnehmer ein.

4-Tage-Woche auf Probe

Nachdem in zahlreichen Ländern die Arbeitszeit von 5 Tagen die Woche auf 4 Tage die Woche erfolgreich gekürzt wurde, gibt es jetzt auch erste Unternehmen, die dieses Arbeitsmodell in Deutschland anwenden. Die Mitarbeiter erhalten somit mehr Freizeit und die Konzerne sollen durch die 4-Tage-Woche von einer gesteigerten Produktivität der Angestellten profitieren.

Dies klingt für zahlreiche Arbeitnehmer sicherlich wie der Himmel auf Erden. Allerdings warnen Experten auch davor, dass dieses Modell nicht ausschließlich Vorteile bietet. In Großbritannien, Spanien und Island ist die 4-Tage-Woche jedoch ein gängiges Beschäftigungsmodell. Laut einer Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung sollen sich 80 Prozent der Teilnehmer für die Arbeitswoche mit nur vier Arbeitstagen ausgesprochen haben.

Der große Wunsch nach mehr Freizeit

Laura Venz, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie, erklärte gegenüber den Medien, dass die Menschen mehr Freizeit möchten, und daher die Konzerne zur Umsetzung der 4-Tage-Woche auffordern. Sie sagte dazu: „Wir wollen eigentlich nicht unser gesamtes Leben der Arbeit opfern, sondern es soll auch noch etwas darüber hinaus geben.“

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Tatsächlich erwähnen Experten in diesem Kontext, dass viele Arbeitnehmer aufgrund der wenigen Freizeiten auch über einen Jobwechsel nachdenken. Die Work-Life-Balance gewinnt für viele Menschen zunehmend an Bedeutung. Derzeit führen 50 verschiedene Unternehmen die 4-Tage-Woche in ihren Betrieben ein.

Dabei kann diese auf unterschiedliche Weise erfolgen. So könnten die 40 Arbeitsstunden auf vier Tage, anstatt auf fünf aufgeteilt werden, wie es in Belgien der Fall ist. Damit arbeiten die Mitarbeiter dann anstelle von acht Stunden täglich 10 Stunden. Alternativ kürzen die Angestellten ihre Wochenarbeitszeit von 40 Stunden auf 32 Stunden. Doch weniger Arbeitszeit kann auch die Abläufe im Betrieb beeinträchtigen oder eine massive Umorganisation erfordern. Am Ende der Testphase wird sich zeigen, ob das Mehr an Freizeit für die Mitarbeiter und Konzerne im Rahmen der 4-Tage-Woche mehr Vorteile als Nachteile bringt.