Nach 55 Jahren: Deutsches Schwimmbad muss endgültig schließen

Der Blick auf ein Schwimmbecken in einem deutschen Schwimmbad
Symbolbild © istockphoto/MikeEntertainment

Für alteingesessene Fans ist das eine traurige Nachricht. Nach 55 Jahren muss dieses deutsche Schwimmbad endgültig schließen. Die Hintergründe dazu werden im folgenden Artikel erläutert.

Nach 55 Jahren wird eine Institution der lokalen Gemeinschaft ihre Tore auf immer dichtmachen. In der Badestätte, die Generationen von Familien und Schwimmbegeisterten willkommen geheißen hat, kann man nun nur noch seine letzten Bahnen ziehen. Im Anschluss erläutern wir die Gründe dazu, warum dieses deutsche Schwimmbad jetzt schließen muss.

Jetzt ist Schicht im Schacht

Die schmerzliche Entscheidung fällt den Betreibern gewiss nicht leicht. Schließlich endet damit eine ganze Ära des Vergnügens und der sportlichen Betätigung. Allerdings scheinen die Schäden der Infrastruktur hier dermaßen aus dem Ruder gelaufen zu sein, dass es sich kaum mehr lohnen würde, mit den Renovierungen überhaupt noch zu beginnen. Wie konnte es so weit kommen?

55 Jahre lang war das Hallenbad Annen die Badeadresse Nummer Eins für sämtliche Menschen der Region. Zwischen Dortmund und Hagen am Bahnhof „Witten-Annen-Nord“ gelegen, sorgte es für Badespaß bei Groß und Klein. Unter den Gästen befanden sich seit Jahrzehnten auch Schulen, um den Kindern das Schwimmen zu lehren. Durch die Schließung des Schwimmbades in NRW verlieren wir einen weiteren deutschen Badeort. Leider offenbart dieser Schritt nicht nur den Verlust der nächsten Freizeitstätte und dem fehlenden Geld in öffentlichen Einrichtungen. Die Schließung des Hallenbads Annen ist zudem ein Zeugnis vernachlässigter Infrastruktur im Allgemeinen.

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Deutsches Schwimmbad muss schließen

Dieses Jahr bleibt der Badeort für immer geschlossen. Zwar geht das Hallenbad ohnehin jeden Mai in die Sommerpause – aber dieses Mal wird es nie wieder öffnen. Ab Mai ist hier Schicht im Schacht. Und jedem Besucher wird vor Ort auch direkt klar, warum. Alles wirkt marode, an einigen Stellen sackt der Boden ein, viele Duschen sind defekt. Die Folge ist der Abriss. Zwar plant man einen Neubau der Schwimmstätte – und dieser soll sogar bereits 2027 fertig sein. Es bezweifelt aber so gut wie jeder, dass man diesen Zeitplan einhalten wird. Bis es so weit ist, müssen Bewohner auf andere Bademöglichkeiten ausweichen. Kein Problem, denkt man sich, da jetzt ohnehin Freibad-Saison ist. Und das schönste Freibad der Region liegt nun mal in Dortmund. Doch das bleibt diesen Sommer geschlossen.