Nach 90 Jahren: Nächste deutsche Bäckereikette ist insolvent

Bäckerei mit Mitarbeiterin
Symbolbild © istockphoto/Kptan123

Eine traurige Nachricht gibt es jetzt aus der Bäckerbranche. Nach 90 Jahren meldet eine deutsche Bäckereikette, dass sie insolvent sei. Das Traditionsunternehmen hat dies offiziell bestätigt.

Nun ist die nächste deutsche Bäckereikette insolvent, denn das Traditionsunternehmen hat genau dies verkündet. Dieses Unternehmen steht jetzt vor dem Aus.

Bäckereien in Not

Die gesamte Branche hat schon seit einigen Monaten aufgrund der Inflation stark zu kämpfen. Viele Bäckereien leiden unter der aktuellen Situation, nicht zuletzt, weil die Energie- und Personalkosten extrem gestiegen sind. Nun ist eine deutsche Bäckereikette insolvent. Das Unternehmen teilte dies selbst mit.

Das Traditionsunternehmen aus Hof soll die Entscheidung auch getroffen haben, da sich das Kaufverhalten der Kunden stark verändert habe, heißt es in Berichten zu der Insolvenz. Die Bäckereikette Dörsch steht demnach jetzt vor dem endgültigen Aus. Ein Schicksal, das offenbar mehreren Bäckereien zu drohen scheint.

Nach 90 Jahren ist Schluss

1937 wurde die Traditionsbäckerei gegründet. Trotz des nun eingeleiteten Insolvenzverfahrens sollen alle 48 Mitarbeiter bei der Bäckerei beschäftigt bleiben. Weiterhin heißt es in einer Mitteilung des beauftragten Rechtsanwalts, dass auch alle neun Filialen für die Kunden geöffnet bleiben sollen. Die Belieferung aller Abnehmer und die Bestückung der Selbstbedienungsregale würde man ebenfalls vorerst aufrechterhalten wollen.

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Der zuständige Rechtsanwalt, Peter Roeger, erklärte in einer Pressemitteilung das weitere Vorgehen: „Die ersten Gespräche verliefen positiv. Der Geschäftsbetrieb wird an allen Standorten vollumfänglich fortgeführt. Die Kunden können weiter sämtliche Backwaren einkaufen. Unser Ziel ist es, dem Traditionsunternehmen eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen.“

Sanierungsmaßnahmen werden geprüft

Die Bäckereikette soll jetzt zusammen mit dem beauftragten Anwalt prüfen, welche Sanierungsoptionen zur Verfügung stehen, heißt es weiter. Durch das Insolvenzgeld seien die Gehälter für die kommenden drei Monate gesichert.

Als nächster Schritt stehe in den nächsten Tagen eine Durchleuchtung der finanziellen Situation und des Betriebes an. Nach der Analyse und Prüfung der Sanierungsmöglichkeiten könne man dann einen möglichen Investorenprozess in die Wege leiten. Dadurch könnte noch eine Rettung möglich sein für die deutsche Bäckereikette, die jetzt insolvent ist.