Nach Jahrzehnten: Deutsche Großfirma ist schon wieder insolvent

Ein alter Mann trägt Kisten in einem Lager.
Symbolbild © istockphoto/Halfpoint

Die nächste deutsche Großfirma hat mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und ist nun insolvent. Das Unternehmen plant eine Umstrukturierung. Kunden sorgen sich wegen einer unsicheren Zukunft. 

Die nächste deutsche Großfirma ist insolvent. Der angesehene deutsche Produzent von Elektronik stand bereits vor Kurzem kurz vor dem finanziellen Ruin, konnte sich jedoch noch einmal retten. Jetzt sieht sich das Unternehmen erneut mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Vor einem Jahr wurde die Devolo GmbH, bekannt für ihre innovativen Geräte zur Netzwerkverbindung über das Stromnetz, vor der Insolvenz bewahrt. Doch nun meldet sie erneut finanzielle Unruhe.

Insolvenz und Selbstsanierungsverfahren bei deutscher Großfirma

Trotz des erfolgreichen Übernahmeakts durch die Harbers-Familie und der damaligen Vermeidung der Insolvenz steht die Devolo GmbH nun erneut vor der Herausforderung, ein Selbstsanierungsverfahren zu starten. Allerdings betont das Unternehmen in einer aktuellen Bekanntmachung, dass die laufenden Geschäftsaktivitäten normal weiterlaufen sollen.

Im Zuge des Sanierungsprozesses plant Devolo zusammen mit Beratern die Ausarbeitung eines gründlichen Plans zur Umstrukturierung. Geschäftsführer Heiko Habers äußerte die Absicht, ein umfassendes Kosteneinsparungsprogramm zu initiieren und neue Produkte zu entwickeln. Dr. Ruth Rigol von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH wird als Treuhänderin die Neuausrichtung des Unternehmens überwachen.

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Finanzielle Herausforderungen sorgen für eine unsichere Zukunft

Im Jahr 2022 war Devolo in einem Selbstverwaltungsverfahren involviert, das im November desselben Jahres abgeschlossen wurde, nachdem ein Insolvenzplan erfolgreich umgesetzt worden war. Trotz anfänglich zufriedenstellender Umsätze in den ersten Monaten dieses Jahres erlebte das Unternehmen Ende September einen starken Rückgang der Bestellungen. Die Zahlen lagen deutlich unter den Erwartungen für das kommende Weihnachtsgeschäft. Der Geschäftsführer betonte daraufhin die Notwendigkeit, frühzeitig zu handeln, um Devolo auf einem stabileren und widerstandsfähigeren Weg zu bringen.

Die erneuten finanziellen Herausforderungen einer einst geretteten Firma werfen Fragen auf und lassen die Zukunft dieses Technologieunternehmens unsicher erscheinen. Trotz der neuen Probleme ist Devolo jedoch zuversichtlich, dass die geplanten Maßnahmen helfen werden, das Unternehmen langfristig zu stabilisieren. Die loyalen Kunden und das Streben nach innovativen Technologien sollen dabei als Basis für die bevorstehende Umstrukturierung dienen.