„Nach über 100 Jahren“: Deutsches Traditionsgeschäft ist insolvent

Einige Arbeiter befinden sich in einer Fabrikhalle von einem Großunternehmen. Ein Arbeiter steht an einem Gerät, aus dem viele Kabel in verschiedene Richtungen führen. Ein deutsches Traditionsgeschäft ist jetzt insolvent.
Symbolbild © istockphoto/WangAnQi

Ein weiteres deutsches Traditionsgeschäft ist insolvent. Nach über 100 Jahren muss das Unternehmen, das in Familienhand geführt wird, wahrscheinlich aufgeben, denn derzeit sieht es wohl nicht besonders gut aus.

Eine traurige Nachricht breitet sich derzeit aus: Ein deutsches Traditionsgeschäfts ist nach über 100 Jahren insolvent. Das Unternehmen, das sich seit Generationen in Familienhand befindet, sieht keine großen Chancen mehr. Es gibt nur noch eine Möglichkeit, das Geschäft zu retten.

Deutsches Traditionsgeschäft ist insolvent – Branche um Branche betroffen

In zahlreichen Branchen hat die Pleitewelle bereits zugeschlagen. Dabei traf es auch ganz ungewöhnliche Unternehmen und auch solche, bei denen man überhaupt nicht damit gerechnet hätte. Es scheint logisch, wieso die Verbraucher beispielsweise in Sachen Mode doch eher auf günstige Alternativen setzen. Zumal das Internet mit seinen zahlreichen Onlineshops für ordentlich Konkurrenz auf dem regionalen Markt sorgt. Es gibt nichts, was es online nicht zu kaufen gibt. Doch das deutsche Traditionsgeschäft, von dem wir hier berichten, bietet Produkte an, die es im Internet so nicht zu kaufen gibt – und dennoch ist es jetzt insolvent.

Lesen Sie auch
Verbot an der Nordsee – "Betrifft wohl tausende Touristen"

Das sind die Gründe für die Insolvenz des deutschen Traditionsgeschäfts

Die Geschäftsführerin Marion Grüner, die das Geschäft zusammen mit ihrer Schwester führt, weiß genau, wieso das Traditionsgeschäft nun insolvent ist. Es habe in den letzten Jahren einfach zu viele Krisen gegeben. Wie bei vielen Unternehmen sorgte die Coronapandemie für deutliche wirtschaftliche Einbußen. Dazu kamen die gestiegenen Materialkosten und die Inflation aufgrund des Krieges in der Ukraine. Letztendlich kam die Flaute in der Baubranche hinzu.

Denn Purrucker bietet sowohl Privatleuten als auch Handwerkern alles an Holz an, was für die Renovierung und den Bau rund ums Haus benötigt wird. Das sei noch echte Qualitätsware, sagt Grüner. Da die potenziellen Kunden jedoch durch die wirtschaftliche Lage reservierter geworden seien, würden dem Unternehmen dennoch die Einnahmen fehlen. Schon 2023 musste Grüner vier ihrer dreizehn Mitarbeiter entlassen. Sie sieht nur noch eine Chance, um ihr Unternehmen zu retten. Es müsste sich ein geeigneter Investor finden. Ansonsten hat ihr Traditionsgeschäft nach 102 Jahren wohl keine andere Wahl, als die Türen für immer zu schließen.