Nächster deutscher Konzern schickt 1000 Mitarbeiter in Kurzarbeit

Arbeiter in einer Fabrikhalle von Großunternehmen
Symbolbild © istockphoto/WangAnQi

Wie jetzt bekannt wurde, schickt der nächste deutsche Konzern 1.000 Mitarbeiter in die Kurzarbeit. Das sind die Hintergründe sowie Auswirkungen für das Unternehmen und dessen Angestellte.

2023 war für viele Unternehmen ein herausforderndes Jahr. Nun wird öffentlich, dass ein weiterer deutscher Konzern rund 1.000 Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken muss. Das sind die Einzelheiten dazu.

Nächster Konzern vor dem Aus

Noch immer leiden zahlreiche Unternehmen an den Auswirkungen der Inflation und Energiekrise. Nachdem bereits zwei große Betriebe aus Baden-Württemberg, Maschinenbauer Stihl aus Waiblingen und Werkzeughersteller Groz-Beckert aus Albstadt, aufgrund der zuletzt angespannten Lage zahlreiche Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken mussten, reiht sich ein weiteres Unternehmen aus der Region mit ein. Auch Maschinenbauer Liebherr mit seinem Standort in Biberach an der Riß schickte rund 1.000 seiner insgesamt 1.630 Mitarbeiter zu Jahresbeginn in die Kurzarbeit. Als Gründe werden ähnlich wie bei den anderen Betrieben die hohen Kosten und die zurückgegangene Nachfrage in ganz Deutschland genannt.

Liebherr doppelt gestraft

Auch ein anderer Standort der Liebherr-Unternehmensgruppe, Ochsenhausen, ist von der wirtschaftlichen Krise betroffen. Dort befinden sich ebenfalls 1.350 Mitarbeiter, die sonst Hausgeräte fertigen, seit Monatsbeginn in Kurzarbeit. Dies soll bis einschließlich 31. März andauern. Auch wenn der Liebherr-Konzern selbst mitteilt, dass der Umfang der Kurzarbeit in beiden Werken je nach Auslastung der verschiedenen Produkt- und Fachbereiche variiere, so trifft es Biberach und die vor Ort 1.000 betroffenen Beschäftigten deutlich schlimmer. Hinzu kommt, dass hier vor allem Turmdreh- und Mobilbaukräne gefertigt werden, während die Baubranche schon seit Monaten stark gezeichnet ist. Die höheren Kosten für Rohstoffe und die schwache Nachfrage in den vergangenen Monaten zeigten sich in diesem Fachbereich ganz besonders. Hier rechnet man daher nicht vor Oktober mit dem Ende der Kurzarbeit.

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Zu der Entscheidung für die Kurzarbeit-Maßnahmen in beiden Werken soll es nach ausführlicher Absprache zwischen den Geschäftsführern, Personalabteilungen plus Betriebsräten beider Standorte gekommen sein. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die Liebherr-Unternehmensgruppe mithilfe dieser Maßnahmen wieder erholen kann.