Neue Maßnahme: Jobpflicht für Millionen Arbeitslose soll kommen

Eine Person säubert eine Bank und entfernt Müll aus einer Grünanlage.
Symbolbild © istockphoto/Andrii Shablovskyi

Neue Maßnahmen stehen jetzt in der Diskussion. So soll es eventuell schon bald eine Jobpflicht für Millionen Arbeitslose geben. Nicht jeder ist mit diesem Vorschlag einverstanden.

Seit mehr als einem halben Jahr gibt es das neue Bürgergeld. Es stellt für viele Menschen eine enorme Verbesserung dar, denn gleichzeitig will man auf Sanktionen verzichten und den Menschen mehr Geld in die Hand geben. Dennoch werden weiterhin neue Maßnahmen diskutiert. So soll eventuell schon bald eine Jobpflicht für Millionen Arbeitslose kommen.

Jobpflicht für Millionen Arbeitslose soll kommen

Ein CDU-Politiker ist der Meinung, dass man Arbeitslose dazu zwingen sollte, sich einen Job zu suchen. Ausgenommen sollen nur diejenigen sein, die aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können. Es handelt sich um Carsten Linnemann, der überzeugt ist, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um arbeitsfähige Menschen in Lohn und Brot zu bringen. Das löste auf Twitter einen Sturm der Entrüstung aus.

Linnemann geht sogar so weit, eine Pflicht zu fordern, nach der sich Arbeitslose nach etwa sechs Monaten einen neuen Job suchen müssen. Andernfalls soll ihnen von der Kommune ein Job zugewiesen werden. Nimmt der Betroffene diesen Job nicht an, soll ihm das Bürgergeld gekürzt werden. Für diesen Vorschlag erntete der Politiker jetzt jede Menge Kritik. Eine Nutzerin sagte auf Twitter, der Politiker unterstelle jedem Arbeitslosen Faulheit. Andere sehen in der Forderung eine Art Zwangsarbeit, die es in einem demokratischen Land wie Deutschland nicht geben dürfe.

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Arbeitslose belasten Sozialsystem

Der Politiker hingegen ging noch weiter und gab an, dass die Arbeitslosen das Sozialsystem in Deutschland belasten würden. Arbeitsfähige Menschen hätten auch eine Verpflichtung gegenüber dem Land. An dieser Stelle muss man sagen, dass der Forderung des Politikers, eine Jobpflicht für Millionen Arbeitslose einzuführen, auch viele Menschen im Netz zustimmen. Andere hingegen kritisieren Linnemanns Wortwahl scharf.

Letztlich lässt sich feststellen, dass man nicht alle Arbeitslosen über einen Kamm scheren kann. Schließlich sollte das Bürgergeld ein wesentlicher Schritt sein, um wieder mehr Akzeptanz und Toleranz in der Bevölkerung zu erreichen und nicht Menschen an den Rand der Gesellschaft zu drängen, weil sie keine Arbeit haben.