Neue Steuer kommt wohl: Eisbecher sollen bald noch teurer werden

Ein Eisbecher wird gegessen. Eine Person sitzt in einem Eiscafé und hält einen großen gelben und weißen Eisbecher in der Hand, in dem sich Eiskugeln verschiedener Geschmacksrichtungen türmen.
Symbolbild © istockphoto/Miguel Angel Flores

Es ist kaum zu glauben, aber durch eine neue Steuer könnte es passieren, dass ein Eisbecher bald noch mehr Geld kostet. Das steckt dahinter.

Auch wenn sich der Sommer langsam, aber sicher dem Ende zuneigt, sind Eisbecher noch immer sehr beliebt und werden bis weit in den Herbst hinein gegessen. Allerdings wird die Freude an der kalten Süßigkeit erheblich getrübt, sieht man sich inzwischen die Preise für nur eine einzige Kugel Eis an. Dank einer neuen Steuer könnten die Preise für einen Eisbecher nun bald sogar noch weiter in die Höhe klettern.

Deutsche Hauptstadt wird immer dreckiger

Es geht um die deutsche Hauptstadt Berlin. Offenbar soll hier bald eine Steuer auf Eisbecher erlassen werden. Grund dafür ist ein Gesetzesentwurf der Grünen. Diese wollen mit einer sogenannten Verpackungssteuer dafür sorgen, dass die Straßen der Hauptstadt endlich sauberer werden. So landen in Berlin jede Sekunde fünf Coffee-to-go-Becher auf der Straße. Und bei Eisbechern sieht es nicht viel besser aus. Diese Zahl wurde wohl vor einigen Jahren durch ein Meinungsforschungsinstitut ermittelt.

Initiatorin der Verpackungssteuer, die auch für Eisbecher gelten soll, ist die Abgeordnete Julia Schneider von den Grünen. Sollte diese Verpackungssteuer kommen, so wären Dinge wie Einweggeschirr und auch die geliebten Coffee-to-go-Becher bald Geschichte. Aber nicht nur das. Auch Eisbecher oder Essen zur Mitnahme würde dann teurer werden.

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Bis zu 50 Cent mehr

Im Klartext heißt das: Wer sein Eis nicht in der Waffel, sondern lieber im Eisbecher isst, zahlt drauf. Selbst Berlins kulinarisches Wahrzeichen, die Currywurst, könnte von dieser Steuer betroffen sein. Immerhin wird auch diese zusammen mit Pommes auf einem Pappteller serviert. In dem Gesetzeswurf steht, dass 20 Cent für Einwegbesteck sowie 50 Cent für Einweggeschirr fällig werden sollen.

Durch die Steuer will man verhindern, dass die Menschen Pappteller, Eisbecher und Co. einfach so achtlos in einem Gebüsch oder gar auf den Gehwegen der Stadt entsorgen. Laut Julia Schneider soll der öffentliche Raum nicht zu einer Müllhalde werden. Durch die Steuer will man zudem Entsorgungskosten für den Müll einsparen. Ein weiteres Ziel ist es, die Menschen dazu anzuhalten, mehr auf die Umwelt zu achten. So soll man sich der eigenen Wegwerf-Mentalität stärker bewusst sein.