Neues Fach: Es soll an deutschen Schulen eingeführt werden

Eine Lehrerin vor ihrer Klasse.
Symbolbild © istockphoto/skynesher

Schüler sollten etwas Neues lernen, denn ein Fach könnte bald in deutschen Schulen eingeführt werden. Zumindest erachten Experten dieses Unterrichtsfach als essenziell. Dabei geht es jedoch nicht um Mathematik oder Grammatik.

Ein Fach könnte an deutschen Schulen bald für eine drastische Veränderung im Unterricht sorgen. Derzeit beschäftigt sich sogar eine Projektgruppe damit.

Neuer Unterricht soll kommen

Wenn es nach den Schülern geht, könnten vordergründig die Ferien mehr werden und nicht der Unterrichtsstoff. Allerdings könnte ein Fach an deutschen Schulen jedem Kind und Jugendlichen einen zusätzlichen Mehrwert bieten, denn es gilt, neue Ansätze zu entwickeln. Im internationalen Vergleich schnitt Deutschland im Jahr 2022 miserabel ab.

Das soll sich jetzt wieder ändern, wenn es nach Meinung der Experten geht. So sollen bestimmte Einheiten im Unterricht die Resilienz der Schüler stärken. Ein neues Fach, das bald an den deutschen Schulen auf dem Unterrichtsplan stehen könnte, heißt „Glück“. Dabei geht es um grundlegende, lebensnahe Fragen, wie zum Beispiel „Was ist Glück?“.

Inhalte für den „Glücksunterricht“

Für das Unterrichtsfach „Glück“ kämen auch gezielte Entspannungsübungen sowie das Thema Achtsamkeit und die Wahrnehmung der eigenen Gefühle zum Tragen, heißt es. Durch die Einheiten soll die persönliche Entwicklung der Schüler zusätzlich unterstützt werden. Anders als bei Fächern wie Mathematik oder Fremdsprachen liegt in der heutigen Leistungsgesellschaft der Fokus leider deutlich weniger auf „weichen“ Lerninhalten.

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Experten betonen jedoch, dass genau diese Inhalte für eine Persönlichkeitsentwicklung der Schüler von größter Bedeutung sind. Eine Grundschule in Braunschweig hat den Glücksunterricht als Projekt getestet. Dabei begleitete das Vorhaben der Psychologe Tobias Rahm. Er selbst verfasste seine Dissertation über die Möglichkeiten zur Förderung des Wohlbefindens an Schulen.

Der „Glücksunterricht“ soll so gut angekommen sein, dass die Kinder von weniger negativen Gefühlen berichteten. Zudem soll es auch in für gewöhnlich lauten Klassen deutlich mehr Ruhe während des Unterrichts gegeben haben. Die Verwendung von Schimpfwörtern nahm ab. Laut den befragten Eltern der Kinder, die an dem Projekt teilgenommen haben, sei deren Wohlbefinden besser als vor dem „Glücksunterricht“. Ob das Fach bald an allen deutschen Schulen gelehrt wird, bleibt dennoch abzuwarten.